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Rückrufe: Airbag- und Lenkungsprobleme in Ford-Modellen

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Andreas Grimm

Drei Rückrufe stehen für die Modelle Puma, Galaxy, S-Max und Transit Custom an. Größere Kapazitäten benötigen die Werkstätten vor allem für die Aktion mit dem Puma. Die Gründe für die Rückrufe sind jedoch allesamt schwerwiegend.

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Der Puma gehört zu den Ford-Modellen, die derzeit von einer Rückrufwelle betroffen sind.
Der Puma gehört zu den Ford-Modellen, die derzeit von einer Rückrufwelle betroffen sind.
(Bild: Ford)

Neben den drei kürzlich gemeldeten Rückrufen unter Beteiligung des Bestsellers Focus haben sich Ford-Vertragswerkstätten auch noch im Rahmen von drei weiteren Aktionen um andere Baureihen zu kümmern. Die größte Maßnahme mit dem internen Code „20S06“ umfasst nach unseren Informationen weltweit eine fünfstellige Stückzahl des neuen Puma. Für Deutschland weist das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) 4.572 Einheiten aus.

Schwachpunkt der zwischen 6. November 2019 und 29. Januar 2020 gebauten Crossover-Modelle ist eine Befestigungsfeder, welche das Airbagmodul auf der Fahrerseite möglicherweise nicht sicher am Lenkrad verriegelt. Der Airbag könnte sich dadurch bei Aktivierung vom Lenkrad lösen und in den Fahrzeuginnenraum eindringen. Das Bauteil wird ausgetauscht.

Auch zur Aktion „20S03“ für den Transit Custom gibt es offizielle Angaben vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Demnach birgt die Montage eines fehlerhaften Batteriekabels die Gefahr eines plötzlichen Verlusts der gesamten Stromversorgung sowie Brandgefahr. Trotz des langen Bauzeitraums zwischen 20. Mai und 10. Oktober 2019 geht es laut KBA nur um 287 Kleintransporter, davon 41 in Deutschland. Die Vertragswerkstätten ersetzen das Batteriekabel und ändern dabei die Verlegeposition.

Zum Rückruf „20S07“ fehlt eine Stückzahlangabe, da die Aktion noch nicht vom KBA gelistet ist und die Kölner Pressestelle nach wie vor aus dem Homeoffice arbeitet und keinen Zugriff auf die konkreten Daten hat. Er dürfte aber ebenfalls nicht besonders umfangreich sein, denn die betroffenen Galaxy- und S-Max-Modelle verließen nur an fünf Tagen zwischen 8. und 12. Januar dieses Jahres das spanische Werk. Der mögliche Fehler hat es aber in sich: Die elektronische Lenksäulenverriegelung (ESCL) kann unerwartet aktiviert werden, wodurch das Fahrzeug unlenkbar wird. Eine Abhilfemaßnahme steht noch nicht fest.

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Über den Autor

 Niko Ganzer

Niko Ganzer

Freier Journalist