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Smart: Notbremssystem löst Rückruf aus

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Viktoria Hahn

Die Software für den Notbremsassistenten „Advanced Emergency Braking System“ entspricht europaweit in über 103.000 Kleinwagen nicht der Spezifikation. Der Sicherheitsassistent könnte sich ohne Warnhinweis deaktivieren.

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25.258 Exemplare des Smart Fortwo und Forfour müssen hierzulande für ein Softwareupdate des Notbremsassistenten in die Werkstatt.
25.258 Exemplare des Smart Fortwo und Forfour müssen hierzulande für ein Softwareupdate des Notbremsassistenten in die Werkstatt.
(Bild: Daimler)

Daimlers Kleinwagentochter Smart ruft über 103.000 Exemplare des Fortwo und Forfour (Baureihe 453) zurück. Die Fahrzeuge aus dem Produktionszeitraum 6. April 2016 bis 16. Oktober 2019 benötigen ein etwa halbstündiges Softwareupdate des Notbremsassistenten (Advanced Emergency Braking System – kurz: AEBS). Der Rückruf mit dem internen Code „5490416“ findet nach unseren Informationen ausschließlich in Europa statt. Er ist laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Deutschland für 25.258 Halter vorgesehen.

Ursache für die Maßnahme: Das Fahrzeug informiert die Fahrerin oder den Fahrer nicht in jedem Fall über eine systembedingte Deaktivierung des AEBS, wie ein Konzernsprecher auf Anfrage erklärte. „Hierdurch könnte sich das Unfallrisiko erhöhen“, sagte er.

Allerdings warnt die Bedienungsanleitung ausdrücklich davor, sich ausschließlich auf das AEBS zu verlassen. Eine Abschaltung des radargestützten Systems kann beispielsweise bei Starkregen, Schneefall oder Nebel erfolgen.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist