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Tchibo-Aktion: Fiat-Händler sollen für Sixt Leasing ausliefern

| Autor: Jens Rehberg

Nach Lidl ist jetzt mal wieder Tchibo als Vertriebspartner dran. Ausliefern sollen die online vermarkteten Aktionsfahrzeuge die Vertragspartner – das Leasing läuft aber über Sixt. Das machen nur wenige Fiat-Händler mit.

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(Bild: tchibo.de)

Bei Sixt Leasing können Online-Käufer seit heute einen Fiat 500 „Lounge“ ab 85 Euro im Monat leasen. Beworben wird die Aktion über tchibo.de. Nach Informationen von »kfz-betrieb« sollen circa 1.500 Einheiten vermarktet werden, die Sixt Leasing über einige wenige teilnehmende Fiat-Händler bezieht.

Für die FCA-Partner, die die Aktionsfahrzeuge ausliefern, warten und zurücknehmen sollen, sind die Konditionen offenbar nicht sonderlich attraktiv. Die Liste möglicher Abholorte unter sixt-neuwagen.de lässt darauf schließen, dass sich wohl nicht einmal jeder zehnte der derzeit rund 200 Fiat-Händler zur Teilnahme entschlossen hat. Zur genauen Anzahl wollte sich der Importeur auf Anfrage nicht äußern. Ein Sprecher sagte lediglich, man habe sicherstellen wollen, dass die Kunden bundesweit flächendeckend beliefert werden können. Den Informationen auf der Sixt-Leasing-Website zufolge können beispielsweise Käufer in den neuen Bundesländern aber nur zwischen Berlin und Chemnitz wählen.

Ansonsten betonte der Importeur gegenüber der Fachpresse die Chancen, die die teilnehmenden Handelspartner im Rahmen der Leasingaktion hätten – insbesondere den Zubehörverkauf, die Möglichkeit eines Anschlussvertrages sowie die Service-Umsätze, die dem jeweils ausliefernden Partner sicher seien. „Über die Sixt-Aktion haben die Händler die Möglichkeit, neue Kunden durch einen entsprechenden Service an sich zu binden“, so der Sprecher.

Von Händlern, die sich nach den Konditionen der Aktion erkundigt hatten, war dagegen zu hören, dass von der wenige Prozente hohen Auslieferungsmarge bereits zirka die Hälfte verloren gehe, wenn der Rückläufer Schäden aufweist – denn mit bis zu mehreren Hundert Euro muss der Vertragspartner einstehen. Die Marge falle außerdem in eine Kategorie, die sich durch kaum planbare Erstattungsmodalitäten auszeichne. Besonders kurios: Der Händler verliert weitere 120 Euro, weil der Importeur ihm höhere Transportkosten berechnet als der Händler sie Sixt in Rechnung stellen darf. Zudem müssen teilnehmende Fiat-Partner offenbar ihr Budget bei der Fiat-Bank um einen beträchtlichen sechsstelligen Betrag aufstocken. Auch hierzu wollte sich der Importeur am Montag auf Anfrage nicht äußern.

Ein Fiat-Partner sagte im Gespräch mit »kfz-betrieb« zusammenfassend: „Wir legen hier erst mal Geld drauf.“ Zumindest die Restwerte seien vernünftig kalkuliert – die teilnehmenden Händler vermarkten die Rückläufer selber weiter.

Die Autos dürften schnell vergriffen sein

Die Online-Vertriebsaktion soll offiziell bis Mitte August laufen. Die 1.500 Fiats dürften jedoch deutlich schneller weggehen. Mitte Februar hatte das Autohaus König zusammen mit Vehiculum und Lidl 1.000 Fiat 500 online vermarktet – damals hatte der Händler das gesamte Kontingent bereits nach wenigen Tagen verleast.

Die 69-PS-starken Tchibo-Fiats sind in den Farben Weiß, Pfefferminz und Bordeaux-Metallic bestellbar. Die Lieferzeit soll maximal vier Monate betragen. Ansonsten sind unter anderem Alufelgen, Klima, Regensensor und Parksensoren an Bord. Die Kunden können bei Sixt zwischen drei Laufzeiten und zwei Laufleistungen wählen. Der Bestellvorgang ist inklusive Video-Ident-Prozess und elektronischer Signatur vollständig digital abgebildet.

Zur Leasingrate ab 85 Euro kommen einmalig 400 Euro Überführung und 142 Euro für ein Gutachten vor Rückgabe sowie die Abmeldung hinzu. Optional können ein Versicherungs- (58 Euro pro Monat) und ein Servicepaket (23 bis 42 Euro) hinzugebucht werden.

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Über den Autor

 Jens Rehberg

Jens Rehberg

Stellv. Chefredakteur und Ressortleiter Newsdesk des »kfz-betrieb«