Thunder Power: Eigenwillige Elektrolimousine

Autor / Redakteur: sp-x/gst / Gerd Steiler

Eine Elektrolimousine mit über 400 PS Leistung und bis zu 650 Kilometern Reichweite? Klingt nach Tesla, ist es aber nicht. Die selbstbewusste Konkurrenz sitzt in den Startlöchern.

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Weltpremiere in Frankfurt: Der taiwanesische Hersteller Thunder Power präsentiert auf der IAA eine Elektro-Limousine, die dem US-Hersteller Tesla Paroli bieten soll.
Weltpremiere in Frankfurt: Der taiwanesische Hersteller Thunder Power präsentiert auf der IAA eine Elektro-Limousine, die dem US-Hersteller Tesla Paroli bieten soll.
(Foto: Steiler)

Der Ort ist passend gewählt: Auf der IAA, die in diesem Jahr wieder einmal im Zeichen der Elektromobilität steht, in Halle 5, schräg gegenüber von Tesla, hat sich ein Aussteller platziert, der nach eigener selbstbewusster Aussage nichts weniger will als den „Maßstab für Innovation und Leistung beim Elektroauto neu zu definieren“.

Die Daten der weißen Elektrolimousine mit dem riesigen Touchscreen im Cockpit, die der taiwanesische Hersteller Thunder Power nach Frankfurt gebracht hat, lesen sich entsprechend wuchtig: 320 kW/435 PS Leistung, 650 Kilometer Reichweite mit einer Batterieladung, in 4,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h und 250 km/h Höchstgeschwindigkeit.

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Das klingt ganz ähnlich wie die Daten des derzeit einzigen Modells eines amerikanischen E-Autoherstellers. Man wolle aber Tesla nicht kopieren, stellt Technik-Chef Peter Tutzer klar. Die Amerikaner seien ernsthafte Mitbewerber, aber kein Maßstab.

Es sind durchaus keine kleinen Dimensionen, in denen man bei Thunder Power denkt: Die Architektur des Prototypen ist modular konzipiert, auch ein SUV oder Crossover könnte darauf basieren. Tutzer, der zuvor unter anderem für Porsche und Bugatti tätig war, glaubt, dass Thunder Power bis zum Jahr 2020 mindestens zwei neue Modelle auf dem Markt haben könnte.

Ab 2018 soll zunächst die Elektrolimousine auf deutschen Straßen fahren. Hauptmarkt für das E-Mobil ist allerdings China, da hier die Elektromobilität von der Regierung stark gefördert wird. Produziert wird in China, entwickelt wurde aber auch mit europäischem Einfluss: Die Forschungsabteilung sitzt nahe Mailand, eine Zusammenarbeit mit dem weltweit größten Automobilzulieferer Bosch oder dem Rennwagenhersteller Dallara nennt Thunder Power als Beispiele. Das stromlinienförmige Design der Luxuslimousine mit der eigenwillig gestylten Schnauze stammt aus der Feder des Zagato-Designstudios.

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