Margensystem in der Warteschleife
Die Verhandlungen über das neue Margensystem sind erst einmal vertagt. Das aktuelle Margensystem läuft noch mindestens bis zum 31. Dezember 2013. „In diesem Jahr ist es wichtig, dass sich der Handel voll auf den Hybridsommer und die Einführung des GT 86 konzentrieren kann“, bemerkte Martin.
Die wirtschaftliche Situation der Toyota-Partner bezeichnete der Händlerverbandspräsident als „wenig prickelnd“. Im vergangenen Jahr lag die durchschnittliche Umsatzrendite bei 1,1 Prozent. „Das Ergebnis im ersten Quartal 2012 wird deutlich unter 1 Prozent liegen“, bedauerte Martin. Auf Dauer gefährde das die Qualität im Handel und die Attraktivität der Marke, mahnte Martin. „Wir brauchen bis zum Ende des Jahres 2013 zwei Prozent Umsatzrendite“, forderte Martin.
Ein weiteres Thema, das auf der Händlerverbandstagung im Fokus stand, war das rückläufige Servicegeschäft. Es gelte, mit geeigneten Kundenbindungsinstrumenten diesen Negativtrend umzukehren und verloren gegangene Kunden zurückzugewinnen, mahnte der Vorsitzende des Aftersales-Ausschusses Roland Brucker. Als Maßnahmen nannte Brucker unter anderem die Erweiterung des Kundenkontaktprogramms, eine Garantieverlängerung und Direktannahmecoachings.
Gesprächsbereiter Importeur
Um sich den Fragen der rund 250 teilnehmenden Toyota-Händler zu stellen, war auch die komplette Geschäftsführung des Kölner Importeurs nach Dresden angereist. „Wir haben viel erreicht, aber es liegt noch viel Arbeit vor uns“, betonte Ulrich Selzer: „Wir werden bis 2020 in allen Segmenten ein Hybridmodell anbieten, wir haben ein Toyota-Familiengesicht für Europa geschaffen, wir bieten mehr Nischenprodukte an und wir haben eine kontinuierliche Hybridkommunikation hingekriegt.“
Zugleich wollte er nicht verschweigen, dass vieles noch nicht in Ordnung sei: Nur ein Drittel der Händler ist aktuell in Richtung 90.000 Einheiten unterwegs, die Marktanteile schwanken zu stark und die Eroberungsrate muss von aktuell 30 auf mindestens 40 Prozent steigen. „Wir müssen in diesem Jahr die Basis legen, um 2013 die 100.000 Neuzulassungen zu schaffen“, verdeutlichte Selzer.
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