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Toyota-Händler haben Selbstbewusstsein wiedergefunden

| Autor / Redakteur: Julia Mauritz / Julia Mauritz

Auf der Jahreshauptversammlung in Dresden herrschte nach schweren Jahren endlich wieder Zuversicht. In einigen Punkten sehen die Toyota-Partner dennoch dringenden Handlungsbedarf.

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(Foto: Grimm)

Nach zwei harten Jahren hat auf der Jahreshauptversammlung des Toyota-Händlerverbands in Dresden wieder die Zuversicht dominiert: Die Absatzmarke von 100.000 Neuzulassungen ist in greifbarer Nähe, mit dem GT 86 rollt im September ein hochemotionales Modell in den Handel und die Hybridisierung schreitet mit Riesenschritten voran: „Die Produktpalette, die Qualität und das Marketing sind wieder auf einem guten Weg und endlich ist auch Toyota Deutschland wieder selbstbewusst und steht mit breiter Brust da“, bilanzierte Toyota-Händlerverbandspräsident Michael Martin die Lage des Fabrikats.

In diesem Jahr stehen 90.000 Neuzulassungen auf dem Plan – das sei zwar kein leichtes, aber ein erreichbares Ziel: „Die geplanten 22.000 Einheiten im ersten Quartal haben wir dank eines gemeinsamen Kraftakts zwischen dem Handel und dem Importeur geschafft“, bemerkte Martin. Der zusätzliche Support habe das Neuwagengeschäft deutlich belebt und auch das zentrale Marketing sei endlich stimmig.

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Als Herausforderungen im laufenden Jahr nannte Martin unter anderem die zum Teil bis über die Schmerzgrenze gestiegenen Nachlässe, die stark gestiegenen Marketingausgaben im Handel und den schwachen Showroomtraffic. Zudem stimme das Preis-Wertverhältnis nicht mehr so wie in der Vergangenheit. Unverständnis äußerte Martin darüber, dass Toyota die Verkaufsförderung im wichtigen zweiten Quartal gesenkt habe. Auch die geplante Marge für den GT 86 sei zu niedrig.

Spagat zwischen Hybrid und Weiterentwicklung

Der Toyota-Verbandspräsident forderte vom Kölner Importeur, in Japan weiter für die Ausdehnung der Hybridflotte zu kämpfen und auch leistungsstärkere Hybridantriebe anzubieten. „Hybrid allein wird uns aber nicht den Erfolg bringen“, betonte Martin. Toyota Deutschland dürfe auch die anderen Modelle mit konventionellem Antrieb nicht aus den Augen verlieren.

„Unser Ziel muss es sein, im Jahr 2015 dann 95.000 Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb und 25.000 Hybridmodelle zu verkaufen. Das macht in Summe mindestens 120.000 Einheiten“, so Martin. „dazu benötigen wir die richtigen Verkaufsprogramme, die richtige Modellpolitik, die richtige Preispolitik und einen kämpferischen Importeur mit dauerhaftem Willen zum Sieg“, unterstrich Andreas Dobbert, neu gewählter Vorsitzender des Vertriebsausschusses.

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