Volkswagen spricht trotz Absatzminus von erfolgreichem Halbjahr

Sondereffekt in China sorgt im Juni für Zuwächse

| Autor: Christoph Seyerlein

Der Volkswagen-Konzern hat im ersten Halbjahr weltweit 5.365.300 Neuwagen ausgeliefert.
Der Volkswagen-Konzern hat im ersten Halbjahr weltweit 5.365.300 Neuwagen ausgeliefert. (Bild: Lars Landmann)

Der Volkswagen-Konzern hat das erste Halbjahr 2019 mit einem Absatzminus abgeschlossen. Wie der Hersteller am Freitag mitteilte, bedeuteten 5.365.300 Auslieferungen weltweit in den ersten sechs Monaten einen Rückgang von 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Nichtsdestotrotz sprach Vertriebsleiter Christian Dahlheim von einem „insgesamt erfolgreichen Halbjahr“. Der Konzern habe sich in einem herausfordernden Marktumfeld gut behauptet und seinen globalen Marktanteil ausgebaut.

Im Einzelmonat Juni konnte der Hersteller im Jahresvergleich leicht zulegen. 974.400 ausgelieferte Neuwagen waren 1,6 Prozent mehr als im Juni 2018. Profitiert hat der Konzern dabei von einem Einmal-Effekt in China: Seit 1. Juli 2019 gilt dort die neue Emissionsnorm C6, was zu vorgezogenen Käufen im Juni führte.

In Europa läuft es genau umgekehrt

Eine ähnliche Situation hatte es im Vorjahresmonat in Europa gegeben. Dort hatte Volkswagen aufgrund der bevorstehenden Umstellung auf den Prüfzyklus WLTP im Juni 2018 außergewöhnlich viele Autos ausgeliefert. Wenig überraschend führte das nun zu Rückgängen (-4,8 %) im zurückliegenden Monat. In der Region Nordamerika (-0,5 %) lagen die Auslieferungen leicht unter dem Vorjahresniveau, Südamerika (-0,1 %) entwickelte sich nahezu unverändert.

Aus Pkw-Markensicht fiel Skoda im Juni ein Stück weit ab. Die Tschechen mussten ein Minus von 3,4 Prozent hinnehmen. Alle weiteren Fabrikate konnten dagegen zulegen: VW Pkw (+1,6 %), Audi (+1,7 %), Seat (+11,5 %) und Porsche (+23,7 %) profitierten teils stark vom Sondereffekt in China.

Im Nutzfahrzeugbereich erwischte Volkswagen Nutzfahrzeuge einen schwachen Juni (-9,6 %), während MAN (+10,4 %) und Scania (+9,2 %) ihr Vorjahresniveau jeweils deutlich übertrafen.

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