ADAC-Test: Stickoxid-Ausstoß bei Importeuren besonders hoch

BMW hat die niedrigsten Durchschnittswerte

| Autor: Andreas Wehner

BMW-Fahrzeuge schnitten im ADAC-Test bei den NOx-Werten am besten ab.
BMW-Fahrzeuge schnitten im ADAC-Test bei den NOx-Werten am besten ab. (Bild: ADAC)

Nicht nur die deutschen Hersteller haben offenbar ein Stickoxid-Problem. Im Gegenteil: Nach einer Auswertung des ADAC weisen vor allem die Diesel-Modelle ausländischer Autobauer auf der Straße besonders hohe Stickoxid-Werte (NOx) auf. Der Autofahrerclub hat die Emissionen von 188 Diesel-Fahrzeugen unter die Lupe genommen, die er seit 2013 im ADAC-Eco-Test untersucht hat.

So liegt beispielsweise der durchschnittliche NOx-Ausstoß der getesteten Fahrzeuge des Renault-Konzerns mit 684 Milligramm pro Kilometer fast fünfmal so hoch wie bei Modellen von BMW (141 mg/km). Den zweithöchsten Stickoxid-Wert attestieren die ADAC-Experten dem Fiat-Chrysler-Konzern. Die getesteten Fahrzeuge der Marken Fiat, Alfa Romeo und Jeep kommen den Angaben zufolge auf 561 Milligramm NOx pro Kilometer.

Die deutschen Hersteller schnitten dagegen vergleichsweise gut ab. Die durchschnittlichen Stickoxid-Emissionen von Volkswagen (146 mg/km) und Mercedes (149 mg/km) lagen nur unwesentlich über denen des BMW-Konzerns, der laut Auswertung die niedrigsten Werte aufwies. Damit würden alle drei Autobauer die Vorgaben der Abgasnorm Euro 6d-temp erfüllen, die nach dem RDE-Prüfverfahren 168 Milligramm NOx pro Kilometer erlaubt.

ADAC fordert verbindliche Hardwarenachrüstungen

„Wenn Politik und Industrie Fahrverbote für Dieselfahrer tatsächlich verhindern möchten, muss die Politik jetzt alle Hersteller auf verbindliche Hardware-Nachrüstungen ihrer Autos verpflichten“, sagte Thomas Burkhardt, ADAC-Vizepräsident für Technik, laut Mitteilung. „Die angekündigten Software-Updates bringen mit Blick auf die Umweltbelastung zu wenig Wirkung."

In der Auswertung des ADAC sind alle Fabrikate berücksichtigt. So hat laut ADAC Toyota vergleichsweise wenige Dieselfahrzeuge in Deutschland verkauft. Daher konnte der Club in den vergangenen vier Jahren zu wenig Fahrzeuge prüfen, um einen repräsentativen Durchschnitt zu bilden. Ebenso verhält es sich mit Nissan, Subaru und Ssangyong.

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