Fachtagung freie Werkstätten 2026
Autodoktoren rütteln auf: E-Autos ablehnen kann sich keiner mehr leisten
Verbrenner bleiben, doch die Richtung sei klar: Elektroautos drücken in den Markt und in die Betriebe. Vor über 400 Teilnehmern der 35. Fachtagung machten die Autodoktoren Holger Parsch und Robin Schürer freien Werkstätten Mut, sich an die Stromer zu wagen. Viele weitere Beiträge des Tages bestätigten den Appell.
Ein vollelektrischer Volvo, eine Airbag-Warnlampe und drei Werkstätten, die den Auftrag ablehnen, nur weil es ein E-Auto ist. Diese Geschichte erzählte Robin Schürer, einer der beiden „Autodoktoren“, auf der 35. Fachtagung freie Werkstätten und Servicebetriebe. Schürer dachte in typischer Autodoktoren-Manier dagegen: „Das hat mit der Elektromobilität an sich ja gar nichts zu tun“. Am Ende genügte es nämlich, den Sitzstecker abzuziehen und wieder einzustecken. Dann ließ sich der Fehler löschen, erzählte er. Bei Volvo selbst hieß es sogar, der ganze Sitz müsse ausgetauscht werden.
Solche Berührungsängste wollten Schürer und sein Kollege Holger Parsch abbauen. Ihr Plädoyer „Hochvolt? Hochspannend!“ war das Highlight der Jubiläumsausgabe der Fachtagung am 10. Oktober 2026 im Vogel Convention Center in Würzburg. Neu ist das Thema zwar nicht. Die Branche spricht seit Jahren über E-Mobilität und ihren Hochlauf. Neu ist aber, wie konkret der Appell an diesem Tag wurde. Viele der über 400 Teilnehmer hörten in Vorträgen und auf dem Podium dieselbe Botschaft: Beschäftigt euch damit! Am deutlichsten formulierten es die Autodoktoren.
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