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Dacia Sandero: Nicht nur billig

Autor / Redakteur: sp-x / Gerd Steiler

Für diesen Preis gibt es anderswo nicht mal einen Kleinstwagen: Der 6.990 Euro teure Dacia Sandero kann aber mehr als nur billig.

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Dacia bringt die zweite Generation des Sandero. Der Preis steigt um 200 Euro, dafür gibt es aber deutlich mehr Technik.
Dacia bringt die zweite Generation des Sandero. Der Preis steigt um 200 Euro, dafür gibt es aber deutlich mehr Technik.
(Foto: Dacia)

Erst belächelt, dann bewundert: Der Dacia Sandero ist preiswerter als jeder andere Neuwagen in Deutschland. Und in vielen Fällen noch nicht einmal schlechter. Nun kommt die neue Generation des Fünftürers auf den Markt. Mit 6.990 Euro ist sie nur 200 Euro teurer geworden, dafür aber deutlich besser.

Nicht nur das Design hat die rumänische Renault-Tochter aufpoliert, sondern auch die Technik. Der Kleinwagen erhält eine gründlich aufgemöbelte Plattform und darf sich zudem nun beim gerade erst vorgestellten Renault Clio bedienen. Der Kleinwagen der Muttermarke spendiert seinen ebenfalls brandneuen Dreizylinder-Turbobenziner. Das 0,9 Liter große Triebwerk mit 66 kW/90 PS und einem Normverbrauch von 5,2 Litern Kraftstoff geht laufruhig und schon im mittleren Drehzahlband angenehm druckvoll zu Werke. Kunden, die ihn wählen, kommen allerdings mit knapp 7.000 Euro nicht mehr aus – mindestens 10.090 Euro werden fällig.

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Sparsam in jeder Hinsicht

Der verlockend niedrige Basispreis hingegen gilt für den aus dem Vorgänger bekannten 1,2-Liter-Saugbenziner mit unverändert 55 kW/75 PS und einem Normverbrauch von 6,0 Litern. Wer beim Tanken besonders sparen will, erhält ihn auch in einer Autogasversion. Komplettiert wird das Angebot von einem 1,5-Liter-Diesel mit 66 kW/90 PS. Dort beträgt der Verbrauch sparsame 3,8 Liter.

Sparsamkeit heißt allerdings auch das Motto bei der Ausstattung. Wer das Basismodell wählt, muss auf Annehmlichkeiten wie Klimaanlage, Radio, Fensterheber und Zentralverriegelung verzichten. Immerhin ist der vorher gar nicht erhältliche Schleuderschutz ESP nun immer an Bord. Wer ein vernünftig bestücktes Modell will, muss eine der höheren Ausstattungslinien wählen und dann noch Geld in Klimaanlage und Radio investieren. Unterm Strich summieren sich die Kosten so auf rund 9.000 Euro. Nicht mehr extrem billig, aber immer noch preiswerter als sämtliche Konkurrenz. Das gilt auch für die ab 9.990 Euro inklusive reichhaltiger Ausstattung erhältliche Designvariante Stepway, die mit höher gelegter Karosserie, Offroad-Beplankungen und Dachreling im SUV-Stil auftritt.

Schnörkelloses Innenleben

Keine großen Ansprüche dürfen dabei aber an die schnörkellose Innenausstattung gestellt werden. Wer sich an grauem Hartplastik nicht stört, findet aber zumindest alle Bedienelemente sinnvoll angeordnet vor und kann sich an einem guten Raumangebot erfreuen. Das gilt mit den klassentypischen Einschränkungen sogar hinten, wo zwei Erwachsene zumindest auf Kurzstrecken nicht zu beengt sitzen. Der Kofferraum geht mit 320 Litern Fassungsvermögen ebenfalls in Ordnung – viele hochpreisige Konkurrenten bieten da weniger. Nach Umlegen der jetzt geteilt umklappbaren Rücksitzbank wächst das Ladevolumen auf respektable 1.200 Liter.

Vollkommen akzeptabel ist auch das Fahrverhalten. Der Fronttriebler ist komfortabel ausgelegt, gerät nur bei kurzen Stößen an seine Grenzen. Die serienmäßige Servolenkung ist ausreichend verbindlich, die Bremsen wirken spürbar bissiger als beim in dieser Hinsicht schwächelnden Vorgänger. Großen Fahrspaß kann und will der Kleinwagen allerdings nicht bieten.

Kaum teurer, aber besser

Unterm Strich hat der Sandero beim Modellwechsel noch einmal deutlich zugelegt, auch wenn die Plattform weitgehend die alte geblieben ist. Doch die Entwickler haben an den richtigen Stellen gefeilt und dem Rumänen seine Billig-Ausstrahlung ausgetrieben. Der Preis bleibt dabei fast unverändert. Und selbst wenn die 6.990 Euro-Version wohl wie bisher nur die wenigsten Kunden locken wird, bleibt der Dacia selbst in den teuren Varianten locker das preiswerteste Modell seiner Klasse.

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