Das Innenraumdesign mit der reduzierten digitalen Cockpitanzeige war innovativ wie praktisch. Noch heute ungewöhnlich: Sitze und Rückbank lassen sich zu einer zwei Meter langen Liegefläche umklappen. Marius Brune sieht im Twingo einen unverwechselbaren Minivan. Bis 2007 wurde der Twingo-Urtyp gebaut.
Preisschild: Der Marktwert für einen dreitürigen Twingo mit 40 kW/54 PS (1993 bis 1996) liegt bei 2.000 Euro (2) und 1.100 Euro (3).
Typische Schwachstellen: Das reichlich verbaute Plastik wird spröde und bricht oft. Ansonsten überraschend robuster Kleinwagen, in dessen Produktionszeit viele Mängel beseitigt wurden. Es gilt: Je jünger das Modell, desto besser.
Mazda MX-5
Mazda MX-5: Als er 1989 herauskam, schrieb man dem japanischen Modell nicht mehr und nicht weniger die Renaissance der Roadster zu. Zu dem Zeitpunkt waren die kleinen, tief liegenden Zweisitzer nach englischem Vorbild fast vollständig vom Markt verschwunden.
Paolo Tumminelli beschreibt die kompakte und abgerundete Karosserie als „funktional-emotionales“ Design: „Es gibt größere und stärkere Sportwagen, aber kein anderes Auto ist so perfekt auf den Fahrer abgestimmt“, sagt er. Japanisches Engineering sorge für Zuverlässigkeit und Langlebigkeit der frühen Baureihen NA und NB. Mit maximal 107 kW/146 PS starken Reihenvierzylindern liegt deren Top-Speed immerhin bei 208 km/h.
Preisschild: Der Marktwert für einen MX-5 mit 85 kW/115 PS (1989 bis 1994) liegt bei 9.800 Euro (2) und 5.500 Euro (3).
Typische Schwachstellen: Das Kunststoffverdeck ist oft rissig, Fensterheber sind verschleißfreudig. Ansonsten bei guter Wartung ein sehr mängelfreies Fahrzeug, deshalb auf Servicenachweise achten.
Volvo C30
Volvo C30: In Tradition des bekannten Volvo P1800 ES „Schneewittchensarg“, der diesen Spitznamen wegen der rahmenlosen gläsernen Heckklappe erhielt, steht der Volvo C30. Das zweitürige Kombicoupé, mit dem Volvo einen neuen Anlauf in der Kompaktklasse unternahm, wurde 2006 aufgelegt und bis 2012 produziert.
Lutz Fügener nennt den C30 ein „außergewöhnliches Auto zu erstaunlichen Preisen“. Das Interieur sei modern und aufgeräumt. Wie für Volvo lange Zeit typisch wurde das galant-gedrungene Zweitürer-Modell mit den bis an die Dachkante reichenden Rückleuchten auch mit kräftigen Fünfzylinderdiesel- und -benzinmotoren ausgestattet. Anders als der VW Golf dieser Zeit, mit dem er konkurrierte.
Preisschild: Der C30 scheint ein echter Exot, Classic Data liegen keine Daten vor. Auf einschlägigen Verkaufsplattformen stehen Exemplare früher Baujahre in gutem Zustand ab circa 2.500 Euro.
Typische Schwachstellen: Turbolader bei den Dieselmodellen sowie Verschleiß an den Gummilagern der Hinterachse. Dieselpartikelfilter neigen zum Verstopfen, wie der TÜV herausfand.
Subaru XT
Subaru XT: Klappscheinwerfer und extreme Keilform, dazu Allradantrieb und Exotenstatus. Das Sportcoupé des japanischen Herstellers hat das Zeug zum Kultmobil. In Deutschland verkaufte sich das von 1985 bis 1991 produzierte Coupé seinerzeit kaum, weshalb es auf dem Gebrauchtmarkt rar ist. Neben der kompromisslosen Karosserie hebt Marius Brune vor allem des Cockpitdesign mit Bedienplaneten hervor, das einer Mischung aus Auto und Flugzeug entstammen könnte. Unter der Haube arbeitet wie beim Porsche 911 oder VW Käfer ein Boxermotor.
Preisschild: Der Marktwert für einen XT Turbo mit 100 kW/136 PS (1985 bis 1987) liegt bei 12.200 Euro (2) und 6.800 Euro (3).
Typische Schwachstellen: Das größte Problem ist der Rost, falls man überhaupt einen XT findet. Die Ersatzteilsuche erfordert Geduld.
Stand: 08.12.2025
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