Krieg in Osteuropa

Kfz-Branche organisiert weiter Hilfen für die Ukraine

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Gifhorner Kfz-Innung repariert Autos der Kriegsflüchtlinge

Schnell, zielgerichtet und pragmatisch will die niedersächsische Kfz-Innung zu Gifhorn den Flüchtlingen aus der Ukraine helfen. „Mit Geldspenden geht es natürlich am schnellsten“, sagt Michael Neuburger, stellvertretender Obermeister. Deshalb habe die Innung auch den Spendenaufruf „Aktion Deutschland hilft“ sofort unterstützt. Der Vorstand der Innung möchte jedoch zusätzlich einen Beitrag als Kfz-Gewerbe leisten. Die Idee, wie das aussehen kann, hatte Neuburger: „Wir wollen die Autos der Menschen reparieren, die damit aus der Ukraine geflüchtet sind.“

Schließlich hätten diese bei ihrer Flucht durch Polen, Mecklenburg-Vorpommern bis Niedersachsen eine beschwerliche und lange Reise hinter sich. Sollte es dabei zu Schäden an den Reifen oder am Motor gekommen sein, wolle die Innung den Menschen schnell und unbürokratisch, vor allem kostenlos helfen und die Autos reparieren.

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Dass die Geflüchteten in der Lage sein werden, die Reparaturkosten selbst zu zahlen, dürfte unwahrscheinlich sein. Selbst wer sein Geldkonto in der Ukraine noch räumen konnte, wird mit der Hrywnja, der ukrainischen Währung, in Deutschland nichts anfangen können. Diese darf hier aktuell nicht getauscht werden. Daher sei es wichtig, diese Menschen zumindest so weit zu unterstützen, dass sie ein fahrbereites Auto haben. Dass es hierbei nicht um Schönheitsreparaturen gehe, verstehe sich von selbst, so Neuburger.

Der Bedarf an dieser Form der Hilfe sei durchaus da, bekam Neuburger durch Kontakte bestätigt, beispielsweise zu einer ukrainischen Kirchengemeinde in Berlin. Zudem liegen die 69 Betriebe der niedersächsischen Innung nahe der A2, eine der wichtigen Routen der Flüchtlinge durch Deutschland. Jeder der Meisterbetriebe der Innung solle da helfen, wo er kann. Für teurere, aber dringend notwendige Reparaturen hat der Innungsvorstand einen Härtefond eingerichtet und mit 5.000 Euro gefüllt.

Um die Einzelheiten kümmert sich der neue Humanitätsausschuss der Innung, der neben Neuburger, Obermeister Stefan Pingel, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Gifhorn- Braunschweig Andreas Bierich und Pastoralreferent Martin Wrasmann angehören. Letzterer ist bereits im karitativen Bereich erfahren.

Über die Details hat der Vorstand seine Mitgliedsbetriebe bereits informiert, auch die Betroffenen haben von dem Hilfsangebot erfahren, ebenso wie die regionalen Medien. „Wir hoffen einfach, dass sich das herumspricht und vor allem Helfer davon erfahren und dies direkt an die Betroffenen weitergeben“, sagt Neuburger.

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