»kfz-betrieb«-Autocheck: MG HS Hybrid+ Steckerloser Sparmeister

Von Julia Mauritz 3 min Lesedauer

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Das chinesische Kompakt-SUV soll vor allem mit seinem attraktiven Preis-Leistungsverhältnis und seinem geringen Verbrauch bei den Kunden punkten. Wir haben uns das Modell näher angeschaut.

Der chinesische Hersteller hat mit dem MG HS Hybrid+ vor allem Familien im Visier.(Bild:  Simon – VCG)
Der chinesische Hersteller hat mit dem MG HS Hybrid+ vor allem Familien im Visier.
(Bild: Simon – VCG)

„Atmen Sie frische Luft und genießen Sie das Leben“: Mit dieser und ähnlichen, für die deutschen Kunden zugegebenermaßen gewöhnungsbedürftigen Weisheiten, wird man begrüßt, wenn man sich ans Steuer des MG HS Hybrid+ setzt. Wer einen eigenen Spruch oder die tagesaktuelle Wetterprognose favorisiert, kann auch das einstellen.

Bei der zweiten Generation des chinesischen Kompakt-SUVs sind die holprigen Übersetzungen ins Deutsche Geschichte: Das ausgereifte Modell richtet sich an Käufer, die Wert auf ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis setzen. Erhältlich ist der MG HS aktuell mit zwei verschiedenen Antrieben: Seit Herbst 2024 gibt es das optisch gefällige Modell mit Plug-in-Hybrid-Antrieb, seit Juli 2025 auch als Hybridvariante MG HS Hybrid+. Letztere konnten wir bei Testfahrten in der Top-Ausstattung Luxury näher in Augenschein nehmen.

Preislich startet das 165 kW/224 PS starke, knapp 4,7 Meter lange Kompakt-SUV mit Hybridantrieb in der Basis-Ausstattung Comfort bei 34.990 Euro. Bereits diese verfügt über eine ordentliche Serienausstattung – darunter eine Klimaanlage, Apple Car Play und Android Auto, eine Lenkradheizung sowie Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer, Scheibenwischer mit Regensensor, eine Rückfahrkamera und elektrisch verstellbare Frontsitze sowie LED-Scheinwerfer.

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Für 2.000 Euro Aufpreis gesellen sich in der Luxury-Ausstattung noch eine 360-Grad-Kamera, eine elektrische Heckklappe, ein hochwertigeres Audio-System, Live-Datendienste und kabelloses Laden für Smartphones hinzu.

Bei einem Radstand von knapp 2,8 Metern bietet das Modell sowohl den Passagieren auf den vorderen Plätzen auch im Fond viel Platz. Der Innenraum wirkt aufgeräumt. Erwarten würde man bei einem Modell, das auf ein attraktives Preis-Leistungsverhältnis getrimmt ist, einen hohen Anteil an Hartplastik im Cockpit. Tatsächlich sind in der Luxury-Ausstattung nicht nur die langstreckentauglichen Sitze mit perforiertem Kunstleder bezogen. Kunstleder findet sich auch auf dem Armaturenbrett, in der Mittelkonsole und an den Türen wieder.

Nervöse Assistenten

Auffallend im Innenraum ist der riesige Bildschirm, der sich vom Fahrer über die gesamte Mittelkonsole zieht. Tatsächlich handelt es sich um zwei separate, jeweils 12,3-Zoll große Displays. Über das zentrale Display werden unter anderem die Klimaanlage, das Infotainment und die Smartphone-Konnektivität gesteuert – dank einer sinnvollen Menüstruktur ist die Bedienung dabei weitestgehend selbsterklärend. Das Instrumenten-Display zeigt unter anderem die Geschwindigkeit, die Drehzahl, die Navigationskarten und die Daten der Fahrerassistenzsysteme an.

Letztere trüben aufgrund ihrer Nervosität das Fahren mit dem MG zum Teil beachtlich. Neben der Geschwindigkeitswarnung rüttelt vor allem der Aufmerksamkeitsassistent am Nervenkostüm. Schaltet man die Warntöne aus, was dank Software-Update mittlerweile auch per Schnellzugriff auf dem zentralen Display in der Mittelkonsole funktioniert, entpuppt sich der MG HS als angenehmer Reisegefährte, der klar auf Komfort ausgerichtet ist und der sich durch ein unaufgeregtes Fahrverhalten auszeichnet. Das Fahrwerk und die Lenkung sind ordentlich abgestimmt.

Fünf Liter Verbrauch lassen sich unterbieten

Die 165 kW/224 PS Gesamtsystemleistung sind auch bei schnelleren Autobahnfahrten mehr als ausreichend. Dafür fällt dann aber auch die eigentliche Stärke des Vollhybridantriebs weg. Wenn der 105 kW/143 PS starke 1,5-Liter-Benziner das Ruder übernimmt, steigt der Verbrauch schnell auf gut sieben Liter.

Am meisten punkten kann der Hybridantrieb ganz klar beim städtischen Stop-and-Go-Verkehr – den Übergang zwischen dem Verbrenner- und Elektromotor ist dabei sehr harmonisch. Freude macht der Blick auf den Bordcomputer auch bei gemütlichen Fahrten auf der Landstraße: Bei einem entsprechend sanften Druck auf das Gaspedal lässt sich der WLTP-Verbrauch von 5,5 Litern um ein Liter unterbieten.

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