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281897, 240480, 262651 Technische Informationen für alle

| Autor / Redakteur: Konrad Wenz / Andreas Grimm

Auf der Fachtagung für Freie Werkstätten und Servicebetriebe haben die Teilnehmer erstmals eine Live-Vorführung einer Übertragung technischer Daten erlebt. Dies zeigt: Die Euro-5-Gesetzgebung wird von den Herstellern umgesetzt.

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Die Besucher der Fachtagung für Freie Werkstätten und Servicebetriebe nutzten die Veranstaltung für Informationen aus erster Hand. Im Bild: Bundesinnungsmeister Wilhelm Hülsdonk (re.) im Gespräch.
Die Besucher der Fachtagung für Freie Werkstätten und Servicebetriebe nutzten die Veranstaltung für Informationen aus erster Hand. Im Bild: Bundesinnungsmeister Wilhelm Hülsdonk (re.) im Gespräch.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Euro-5-Gesetzgebung wird von den Herstellern inzwischen umgesetzt. Auf der Fachtagung für Freie Werkstätten und Servicebetriebe, die die Fachzeitschrift »kfz-betrieb« in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) in Würzburg veranstaltet hat, erläuterte der Leiter des ZDK-Referats Technik, Neofitos Arathymos, am Beispiel eines BMW, wie die europäische Gesetzgebung umgesetzt worden ist.

Während der ZDK-Referent schilderte, wie sich der Kfz-Betrieb fortan den Zugang zu technischen Informationen verschafft, zeigte Peter Diettrich von BMW den einfachen und schnellen Verbindungsaufbau in der Praxis. Diettrich reprogrammierte das Fußraummodul eines 3er BMW während des Arathymos-Vortrags. Diesen unterbrach Diettrich immer wieder, um über den Fortschritt seiner Arbeit zu berichten.

Hintergrund dieses Schwerpunkts der Fachtagung ist die Euro-5-Gesetzgebung. Sie verlangt von den Fahrzeugherstellern seit März dieses Jahres, ihre technischen Reparaturinformationen standardisiert allen Marktteilnehmern zur Verfügung zu stellen. Tun sie dies nicht, drohen drastische Sanktionen durch die EU bis hin zum Zulassungsentzug. Ihre Fahrzeuge dürften dann in Europa nicht mehr verkauft werden.

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Neue Herausforderungen im Servicemarkt

Insgesamt erlebten diese für die Fahrzeugwartung und -reparatur wegweisende Neuerung 265 Teilnehmer der Fachtagung, die »kfz-betrieb«-Chefredakteur Wolfgang Michel begrüßte. Die Fachtagung habe sich in den vergangenen 19 Jahren zu einer hervorragenden Informations- und Kommunikationsplattform für das Kfz-Gewerbe entwickelt, so Michel.

Der Vorsitzende der Bundesfachgruppe Freie Werkstätten im ZDK, Reinhard Ott, dankte in diesem Zusammenhang den Ausstellern und Referenten, ohne deren Unterstützung die seit Jahren auf hohem Niveau stattfindende Fachtagung nicht ausgerichtet werden könnte. Die 19. Fachtagung am 30. Oktober wurde neben dem ZDK von der DAT, Glysantin, GTÜ und Repexpert unterstützt. Zudem brachten 17 Aussteller ihre neuesten Produkte und Angebote für Servicebetrieb ins Vogel Convention Center in Würzburg.

Das Servicegeschäft sei im vergangenen Jahr von vielen Seiten beeinflusst worden, eindeutige Trends habe es aber nicht gegeben, resümierte Ott die zurückliegenden Monate. „Es gibt auch bei den Freien Gewinner und Verlierer.“ Um deren Auslastung und den Ertrag zu sichern, müssten die Betriebe allerdings den Kundenbindungsinstrumenten der Kfz-Hersteller entschieden entgegentreten. Sie würden zunehmend in das Servicegeschäft eingreifen, beispielsweise durch längere Garantien und Flatrate-Angebote. Dadurch gerate der gesamte Geschäftsbereich Service unter Druck.

Belastungen durch die GVO

„Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir künftig noch weniger Serviceleistungen verkaufen können. Wir leben von der verkauften Zeit in der Werkstatt – deshalb dürfen wir Serviceleistungen nicht verramschen“, verdeutlichte Bundesinnungsmeister und ZDK-Vizepräsident Wilhelm Hülsdonk. Daneben beschrieb er die Auswirkungen der GVO auf das Servicegeschäft.

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