Suchen

Registrierungspflichtiger Artikel

Deutscher Betrügerring liefert gefälschte Oldtimer-Raritäten

| Autor: Steffen Dominsky

Seit einigen Tagen macht ein Fall die Runde, von dem bislang nur die berühmte Spitze des Eisbergs bekannt sein dürfte. Es geht um „Kopien“, „Reproduktionen“, „Neuauflagen“ – kurzum: um „Fake Cars“, vor allem um historische Porsches. Und es geht um korrupte Gutachter und Straßenverkehrsamtsangestellte sowie um viele Hundert Millionen Euro.

Firmen zum Thema

(Bild: Grimm/»kfz-betrieb«)

Es müssen Bilder gewesen sein wie aus den Fernseh-Nachrichten: Männer und Frauen, teils in Zivil, teils in Polizeiuniform, stürmen bewaffnet mit leeren Plastikkisten und Pappkartons irgendwelche Gebäude, nur um kurze Zeit spät mit Bergen von Unterlagen und Dokumenten die mitgebrachten Kastenwagen vollzustellen. Kurz, eine „Razzia“ ist im Gange.

Eine solche hat Ende Juli nun die Oldtimerszene erschüttert. In Aachen und zeitgleich in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg durchsuchte die Kripo 18 Wohnungen und Firmen. Als dringend haupttatverdächtig gilt laut Medienberichten ein gewisser Uwe N., der in Aachen einen florierenden Oldtimerhandel betreibt (betrieb). Spezialität: seltene Renn- und Prototypenfahrzeuge der Marke Porsche. Wegen der offenbar akuten Fluchtgefahr soll der 48-Jährige selbst gegen eine Millionenkaution nicht auf freien Fuß gekommen sein.

Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "bike & busines", "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group