Inzahlungnahme Händler schöpfen digitale Möglichkeiten nicht aus

Autor: Yvonne Simon

Ein Großteil der Autohändler in Deutschland verzichtet aktuell auf die Vermarktung von Inzahlungnahmen über Auktionsplattformen, wie eine aktuelle Studie zeigt. Im B2B-Geschäft sehen die Befragten vor allem zwei Herausforderungen.

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Digitale B2B-Remarketing-Prozesse haben sich unter den Händlern noch nicht flächendeckend durchgesetzt.
Digitale B2B-Remarketing-Prozesse haben sich unter den Händlern noch nicht flächendeckend durchgesetzt.
(Bild: Auto1)

Wenn es um die B2B-Vermarktung von Inzahlungnahmen geht, schlagen die meisten Autohändler noch den klassischen Weg ein. Das zeigt eine Befragung der Handelsplattform Auto1.com unter europaweit über 9.000 Händlern. Demnach nutzen 61 Prozent der deutschen Befragten derzeit noch keine Online-Auktionsplattformen und verzichten auf eine potenziell höhere Reichweite.

Gleichzeitig gaben 59 Prozent der Händler in Deutschland an, Inzahlungnahmen B2B zu vermarkten – das ist mehr als der europäische Durchschnitt (52 %). Unter den großen Händlern in Deutschland sind es 72 Prozent.

Dabei sehen sich die deutschen Probanden in erster Linie mit zwei Herausforderungen konfrontiert: Mehr als ein Viertel der Befragten (27 %) erlebt die größte Herausforderung darin, einen marktgerechten Preis für die Inzahlungnahme festzulegen. Für rund jeden fünften Studienteilnehmer ist zudem die Berechnung der eigenen Marge eine Hürde. Vor allem stärkere Preisdynamiken und eine höhere Modellvielfalt lösen Auto 1 zufolge zunehmende Unsicherheit aus, gerade beim Ankauf von Fremdfabrikaten.

„Händler verlieren immer noch zu viel Folgegeschäft, da der Hereinnahmeprozess nicht professionell genug betrieben wird. Händler sollten vorhandene Technologien nutzen, um dadurch die eigene Inzahlungnahmequote deutlich zu steigern und sich das Folgegeschäft zu sichern“, schlussfolgert Robert Lasek, Vice President der Auto-1-Group Deutschland und Managing Director Auto1.com. Bei der Preisermittlung hilft etwa der Preisindikator des Berliner Unternehmens.

Für die digitale B2B-Vermarktung haben Händler mittlerweile über 15 Auktionsplattformen zur Auswahl, und laufend kommen neue Anbieter hinzu. Für Inzahlungnahme und Ankauf von Fahrzeugen von Endkunden bieten mehrere Anbieter Online-Tools an, beispielsweise Autouncle. Einige Händler haben eigene Ankaufmarken ins Leben gerufen, beispielsweise die Hahn-Gruppe mit „Hahn kauft Ihr Auto“.

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Redakteurin Management & Handel