Kia und Hyundai: Rückruf wegen ABS-Modul

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Viktoria Hahn

Weltweit holt der koreanische Konzern etwa 835.000 SUVs und Vans in die Werkstatt. Das Kurzschluss-Problem ist nicht neu. Auch in Deutschland sind zehntausende Autos betroffen.

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Beim Santa Fé kann sich aufgrund eines Kurzschlusses das ABS-Modul entzünden.
Beim Santa Fé kann sich aufgrund eines Kurzschlusses das ABS-Modul entzünden.

Eine bereits bekannte Fehlermeldung sorgt für einen weiteren Rückruf bei Hyundai und Kia. Auch beim Santa Fé, Sorento und Carnival kann sich aufgrund eines Kurzschlusses die elektrohydraulische ABS/ESC-Einheit entzünden, wie eine Sprecherin der Kia Motors Deutschland GmbH auf Anfrage bestätigte. „Bei betroffenen Fahrzeugen wird ein Relais in der Zentralelektrik des Fahrzeugs nachgerüstet, um zu verhindern, dass die elektrohydraulische ABS/ESC-Einheit nach Ausschalten der Zündung mit Spannung versorgt wird“, kündigte sie an.

Die Aussage gilt für 15.679 Kia und 11.904 Hyundai in Deutschland. Weltweit geht es um 515.000 Kia und 320.000 Hyundai. Im April dieses Jahres und im März 2018 hatten die Koreaner hierzulande bereits ähnlich alte Exemplare des Hyundai i30, Sonata und Grandeur einbestellt.

Die reine Reparaturzeit dauert den Angaben zufolge wieder 20 Minuten. „Kunden sollten unter Berücksichtigung der aktuell gültigen sozialen Distanzierungs- und Hygienemaßnahmen bis zu eine Stunde für den kompletten Werkstattablauf einplanen“, ergänzte die Kia-Sprecherin.

Der interne Aktionscode, den die Vertragspartner nach Durchführung der Reparatur im Garantiesystem beziehungsweise Serviceheft hinterlegen, lautet diesmal „01D025“ bei Hyundai und „201021“ bei Kia. Die betroffenen Bauzeiträume lauten:

  • Hyundai Santa Fé: 16. März 2005 bis 22. September 2009
  • Kia Carnival: 10. Juni 2005 - 14. Dezember 2009
  • Kia Sorento: 14. Dezember 2005 - 17. Dezember 2008

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist