Transit und Tourneo Ford startet Rückrufe wegen Brand- und Verletzungsgefahr

Von Niko Ganzer 2 min Lesedauer

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Weltweit etwas über 30.000 Einheiten der Doppelkabinen-Variante des Transit können einen beschädigten Tank aufweisen. Bei rund 9.000 Tourneo und Transit, sowie baugleichen VW T7, ist die Gasdruckfeder der Heckklappe womöglich mangelhaft.

Bei einigen tausend Modellen des Ford Transit besteht die Gefahr, dass der Kraftstofftank beschädigt werden könnte.(Bild:  Ford)
Bei einigen tausend Modellen des Ford Transit besteht die Gefahr, dass der Kraftstofftank beschädigt werden könnte.
(Bild: Ford)

Im Oktober hat Ford zwei Transporter-Rückrufe gestartet. „Im Rahmen einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass bei bestimmten Fahrzeugen des Modells Transit Custom Double Cab-in-Van (DCiV) möglicherweise ein zu geringer Abstand zwischen einer Schraube der DCiV-Spritzwand und dem Kraftstofftank besteht“, erklärte ein Unternehmenssprecher auf Nachfrage. Die Schraube könne so die Außenfläche des Kraftstofftanks beschädigen, wodurch die Brandgefahr steige. Kraftstoff, der sich auf der Fahrbahn ansammele, könne zudem eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer darstellen.

Für den Tausch der Schraube nannte der Sprecher eine Reparaturdauer von maximal zwei Stunden. Dies dürfte für den Fall gelten, dass bereits eine Beschädigung des Kraftstofftanks festgestellt wurde und dieser ebenfalls getauscht werden muss. Hierzulande sind seinen Worten zufolge 1.800 Doppelkabinen-Transporter betroffen. Sie liefen zwischen dem 2. Februar 2024 und 7. August 2026 im türkischen Werk Yeniköy vom Band. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) nennt für Deutschland rund 2.000 Transporter. Weltweit umfasst der Rückruf mit der internen Kennung „26S59“ laut Behörde etwas über 30.000 Einheiten.

Die Differenz zwischen behördlich erfassten betroffenen Fahrzeugen und der laut Ford-Werke tatsächlich zugelassenen Zahl ist beim zweiten Ford-Rückruf mit der Nummer „26S72“ noch größer. Während Flensburg bei uns 1.527 Tourneo und Transit ausweist (jeweils Custom und Courier), nannte der Sprecher lediglich „150 zugelassene Fahrzeuge“. Sie stammen ebenfalls aus der Türkei, wo sie zu unterschiedlichen Zeiträumen zwischen 16. Juli und 11. September dieses Jahres gebaut wurden. Umgekehrt verhält es sich bei den ebenfalls betroffenen baugleichen VW-Modellen T7 Transporter oder Caravelle (Verkaufstypen TV bzw. TW). Hier nennt die Nutzfahrzeugabteilung des Konzerns (VWN) 1.121 Einheiten in Deutschland, das KBA nur 312.

Einigkeit herrscht bei der weltweit abzuarbeitenden Summe von 3.559 Transportern. Bei Ford sind es laut KBA 5.263. Problemzone bei allen ist die Heckklappe. Werde diese nach Erreichen der vollständig geöffneten Stellung weiter nach oben gedrückt, könne sich die obere Kugelpfanne von der Gasdruckfeder lösen. „Sollte es dazu kommen, kann die Heckklappe ungebremst herunterfallen, da nur eine Gasdruckfeder diese allein nicht offenhalten kann“, erklärte der VWN-Sprecher. Die Vertragswerkstätten überprüfen deswegen das Datum der Produktionscharge der Gasdruckfeder und tauschen sie bei Bedarf aus. Je nach Reparaturumfang dauert dies zwischen 30 und 60 Minuten.

Fragen zum VWN-Rückrufcode „55LM“ können an die Hersteller-Hotline unter der Rufnummer 0800 / 865 579 2436 gestellt werden. Bei Ford ist es die 0221 / 9999 2999. Ob der erstgenannte Ford-Rückruf auch für den VW Kastenwagen Plus durchgeführt wird, blieb von VWN bislang unbeantwortet.

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