GVA-Mitgliederbefragung Freier Teilehandel wächst trotz schwacher Konjunktur

Von Jakob Schreiner 1 min Lesedauer

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Der Teilegroßhandel legt in den ersten neun Monaten 2026 nominal um 6,2 Prozent zu. Das zeigt die aktuelle Mitgliederbefragung des GVA. Die Mitglieder beurteilen die Gesamtwirtschaft kritisch, ihre eigene Geschäftsentwicklung aber überwiegend positiv.

Der freie Autoteile-Großhandel wächst trotz schwacher Konjunktur.(Bild:  LKQ)
Der freie Autoteile-Großhandel wächst trotz schwacher Konjunktur.
(Bild: LKQ)

Der freie Autoteile-Großhandel ist nach einem schwachen Jahresstart wieder auf Wachstumskurs. Das geht aus der Mitgliederbefragung des Gesamtverbands Autoteile-Handel (GVA) zur wirtschaftlichen Lage nach dem dritten Quartal 2026 hervor. Demnach steigerte der Handel seinen Umsatz in den ersten drei Quartalen nominal um 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Verband sieht die Branche insgesamt als robust.

Die Befragung zeigt: Über 50 Prozent der GVA-Handelsmitglieder verzeichnen deutlich gestiegene Umsätze von mehr als 5 Prozent. Weitere Unternehmen melden ein leichtes Plus von 1 bis 5 Prozent. Zusammen kommen 70 Prozent der Handelsmitglieder auf höhere Umsätze. Auffällig ist der Kontrast zur Stimmung in der Gesamtwirtschaft. Kein einziges befragtes Handelsmitglied bewertet die branchenübergreifende wirtschaftliche Lage in Deutschland als „gut“.

Auch die Industriemitglieder des Verbands melden steigende Umsätze. Rund 18 Prozent verzeichnen stark gestiegene Umsätze (mehr als 5 Prozent) und rund 62 Prozent melden leicht gestiegene Umsätze (1 bis 5 Prozent). Damit liegen die Umsätze bei etwa 80 Prozent der Industriemitglieder über dem Vorjahr. Wie im Handel steht die zurückhaltende Einschätzung der Gesamtlage im Gegensatz zur eigenen Geschäftsentwicklung.

GVA: Wachstum der Gesamtwirtschaft staatsgetrieben

Die deutsche Wirtschaft wuchs im dritten Quartal 2026 preis- und kalenderbereinigt um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der GVA relativiert diese Zahl. Der Aufschwung sei überwiegend staatsgetrieben und stütze sich auf das Sondervermögen und die schuldenfinanzierte Ausgabenpolitik. Einen selbsttragenden Aufschwung, getragen von Kernindustrien wie der Automobilindustrie, sieht der Verband bislang nicht. Wie nachhaltig das Wachstum sei, hänge davon ab, ob Sparzwänge, Schuldenlast und ineffiziente staatliche Investitionen dominierten und ob Impulse aus dem privaten Sektor ausblieben.

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