Prius Plug-in-Hybrid: Der mit der Steckdose

Autor / Redakteur: Julia Mauritz / Julia Mauritz

Am 6. Oktober feiert das jüngste Mitglied der Vollhybridfamilie von Toyota Premiere im Handel. Für 36.000 Euro kann man 25 Kilometer rein elektrisch fahren.

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Der Prius Plug-in Hybrid rollt am 6. Oktober in den deutschen Handel.
Der Prius Plug-in Hybrid rollt am 6. Oktober in den deutschen Handel.
(Foto: Toyota)

Man muss schon zweimal hinsehen, um den Toyota Prius Plug-in-Hybrid vom regulären Prius zu unterscheiden. Bis auf den Ladeanschluss, der sich am hinteren Kotflügel befindet, beschränken sich die eigenständigen Styling-Elemente auf ein Plug-in-Logo und eine silberfarbene Leiste über dem Kennzeichen.

Dennoch kostet der Prius Plug-in-Hybrid, der am 6. Oktober in Deutschland in den Handel rollt, mit einem Einstiegspreis von 36.000 Euro knapp 10.000 Euro mehr als der klassische Prius.

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Was kann er, was der Prius nicht kann? Ist der Mehrpreis gerechtfertigt? Um Antworten auf diese Fragen zu liefern, muss man sich die Technik näher anschauen. Während Toyota in seinen anderen Hybridmodellen Nickel-Metallhydridbatterien verbaut, kommt im Plug-in eine Lithium-Ionen-Batterie zum Einsatz. Die ist zwar wesentlich teurer, hat dafür aber auch eine deutlich höhere Effizienz.

1.200 Kilometer Reichweite

Das Ziel der Entwickler war es, ein Fahrzeug zu entwickeln, mit dem die Kunden einen Großteil ihrer täglichen Fahrstrecke rein elektrisch zurücklegen können, denn das ist mit dem Prius bislang nicht möglich. Während man mit ihm nur wenige tausend Meter emissionsfrei zurücklegen kann, sind es beim Plug-in-Hybrid immerhin 25 Kilometer. Anders als E-Autos eignet sich das Fahrzeug auch für lange Urlaubsfahrten: Wenn die Batterie leer ist, springt der Verbrennungsmotor an. Dadurch steigt die Reichweite auf stolze 1.200 Kilometer.

Um die leere Batterie wieder aufzuladen, kann man den Prius Plug-in-Hybrid an einen normalen Haushaltstromanschluss stecken – 90 Minuten später ist er wieder voll. Dank eines Timer-Schalters kann man selbst bestimmen, wann der Ladevorgang starten soll.

Die Verbrauchswerte können sich sehen lassen: Im Hybridmodus verbraucht der Plug-in laut Hersteller 3,7 Liter auf 100 Kilometer bei CO2-Emissionen von 85 g/km. Damit ist er trotz des Mehrgewichts von 60 Kilogramm sparsamer als der Prius, dessen Normverbrauch bei 3,9 Litern liegt. Im Vergleich zum Opel Ampera begnügt sich der Toyota dank 232 Kilo weniger Gewicht mit 1,5 Liter weniger Sprit auf 100 Kilometern.

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