Geschäftsführer Frank Motejat vom Autohaus Mothor bilanziert insgesamt einen tendenziell schwächeren Jahresstart. „Das erste Quartal lief nicht optimal. Die Absatzzahlen sind vor allem bei Skoda und Mitsubishi zurückgegangen, bei Kia war es noch halbwegs o.k.“
Erfreulich für die Brandenburger sind die verringerten Lieferzeiten bei Kia und Mitsubishi. Jedoch gibt es bei Skoda- und Volkswagen-Modellen noch zu lange Wartezeiten, vor allem wenn der Kunde ein DSG-Getriebe ordert. Über das Gebrauchtwagengeschäft sagt Motejat: „Das erste Quartal hätte besser sein können, war aber für den Anfang des Jahres ganz in Ordnung.“ Einbrüche gab es wegen des ausgebliebenen Winters im Pkw-Servicegeschäft. Der Nutzfahrzeugservices und der Transporterverkauf hingegen verliefen gut bis sehr gut.
Auch bei Michael Hess im Kölner Autohaus Yvel startete das Servicegeschäft verhalten: „Im Januar und Februar war unsere Werkstatt nicht so ausgelastet wie geplant. Hingegen verlief der März positiv.“ Als Grund führt der Geschäftsführer an, dass die „Kunden die Reifenwechselphasen immer stärker mit den ausstehenden Wartungsterminen verbinden.“ Auch die steigende Toyota-Fahrzeugqualität bringe weniger Reparaturen in der Garantiezeit mit sich.
Unzufrieden ist Hess auch mit dem Neuwagengeschäft. „Wir liegen zehn Prozent unter Plan, das spiegelt sich auch im Auftragseingang wider.“ Die Ertragssituation hingegen haben die Kölner stabil gehalten. Stabil geblieben ist auch der Anteil der gewerblichen Kunden, der Rückgang im Neuwagengeschäft ist vornehmlich den Privatkunden zuzuschreiben.
Zum Gebrauchtwagengeschäft meint der Geschäftsführer: „Wir haben unsere Zukaufpolitk leicht geändert – daher ist der Absatz gegenüber 2011 um 20 Prozent gesunken, wogegen sich die Ertragssituation leicht verbessert hat.“ In die Zukunft blickt Hess mit gemischten Gefühlen: „Die explodierenden Kraftstoffpreise erschweren den Neuwagenverkauf an private Kunden. Auf der anderen Seite haben wir mit den Toyota-Hybridmodellen die passenden Antworten. Toyota wird das Jahr 2012 als Hybridjahr deklarieren. Daher erwarte ich eine positive Entwicklung im Neuwagengeschäft.“
Erträge unter Druck
Toyota-Kollege Burkhard Weller bewertet den Neuwagenauftragseingang ist mit einem Plus von 16 Prozent als außerordentlich gut. Aber auch dieser Erfolg beruht nicht auf Privatkunden, sondern auf einer „selbst angekurbelten Firmenkonjunktur.“ Der Chef der Wellergruppe sagt allerdings auch: „Die Erträge sind ordentlich unter Druck.“
„Der Gebrauchtwagenabsatz hat sich mit 22 Prozent Plus ganz gegen unsere Erwartungen entwickelt. Aber das liegt auch an einer von uns initiierten Bestandsbereinigung: Wir haben die Standzeiten von Gebrauchten von durchschnittlich 65 Tagen auf unter 55 Tage reduziert. Aus unserer Sicht bringen 70 Tage und mehr den sicheren Ruin. Darum sichern wir uns mit nahe 50 Standtagen ab, was natürlich vorübergehend die die Erträge reduziert“, so Weller. Die Erträge bezeichnet er auch im Servicegeschäft noch als ausbaufähig.
Als sehr verhalten beschreibt Markus Bichowski vom Autohaus Walkenhorst den Jahresstart. „Die Auftragseingangs- und Ertragssituation ist sowohl bei den privaten als auch gewerblichen Kunden nicht wirklich zufriedenstellend“, sagt der Geschäftsführer. Erfreulicherweise verspürte das Unternehmen im Februar und März bei einigen Marken und einzelnen Baureihen einen Aufwärtstrend.
Über die Lieferzeiten sagt der Unternehmenslenker: „Bei einigen Baureihen haben wir längere Lieferzeiten, als man sie bei Volumenmodellen und der aktuellen Situation im deutschen Markt erwarten würde. Hier scheinen sich die weltweit wachsenden Märkte auszuwirken.“
Stand: 08.12.2025
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