Openbank Deutschland
„Wir bringen den stationären Autohandel auf eine Stufe mit Online-Anbietern“
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Individuelle, risikoabhängige Zinsen für Autokäufer statt Einheitspreis: Mit „Dynamic Pricing“ will Openbank Deutschland den Autohandel auf Augenhöhe mit Online-Kreditvermittlern bringen. Sven Silva da Mota erklärt im Interview, wie das Zinsmodell funktioniert – und was sich für Händler und Kunden ändert.
Redaktion: Herr Silva da Mota, Openbank Deutschland hat kürzlich mit „Dynamic Pricing“ flexible Zinsen für Finanzierungskunden eingeführt. Können Sie erklären, wie sich der Zinssatz für den einzelnen Kunden individuell zusammensetzt?
Sven Silva da Mota: Stand jetzt, in der Pilotphase, macht der Verkäufer gemeinsam mit dem Kunden zunächst die gewohnte Bonitätsprüfung, durchläuft also den aktuellen Kosyfa-Prozess. Der Unterschied ist, dass wir vorab eine Konditionsabfrage machen – ähnlich wie bei einer Hypothekenfinanzierung: Bringt der Kunde Eigenkapital mit, wie lange läuft die Finanzierung, wie hoch ist sie? Anhand dieser und weiterer Parameter ergibt sich ein Zinssatz, der dann gemeinsam mit dem Kunden besprochen wird. Der große Unterschied zu vorher ist eigentlich nur, dass der Verkäufer erst nach der Rückmeldung des Kunden ein konkretes Angebot machen kann – und er bekommt dabei nicht nur die Kreditentscheidung, sondern auch die Einschätzung, ob es sich um ein sehr geringes oder ein höheres Ausfallrisiko handelt, das entsprechend bepreist werden muss.
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