Citroën, DS und Opel rufen auch in Deutschland Fahrzeuge wegen der gefährlichen japanischen Airbags zurück. In welchem Umfang, wollen sie nicht sagen. Klarer ist die Dimension eines Rückrufs für die Kleintransporter-Familie des Konzerns, der ebenfalls dem Insassenschutz dient.
Zwei Maßnahmen für die PHEV-Varianten des Wrangler, Grand Cherokee, Compass und Renegade werden durch ein erhöhtes Brandrisiko bei insgesamt etwa 3.000 Einheiten in Deutschland ausgelöst.
Statt wie bisher nur einige Tausend Fahrzeuge rufen die Ingolstädter nun deutschlandweit 140.000 A4 und A6 zu einem Tausch des Beifahrerairbags in die Vertragsbetriebe. Die anderen Marken des Volkswagen-Konzerns sind laut Hersteller von dieser Ausweitung nicht betroffen.
Zahlreiche Fahrzeuge von Opel, Peugeot, Citroën, DS, Jeep und Fiat stehen wieder auf der To-Do-Liste der Vertragspartner. Zwei Maßnahmen erfordern einen mechanischen Eingriff, bei einer genügt ein OTA-Update.
Die bereits vom VW Caddy bekannten Bremsprobleme gelten hierzulande auch für knapp 500 Transit und Tourneo Connect. Beim großen Bruder Transit Custom lösen Einklemmschutz und Motorlager Rückrufe für in Summe über 3.000 Einheiten bei uns aus.
Weitere 10.000 Einheiten des Koleos müssen zu den Vertragspartnern, weil sich Teile lösen können. Begonnen hat die Aktion bereits im August 2023. Auch zu einem Transporter-Rückruf der Franzosen vom Sommer 2024 gibt es Nachträge.
Vor etwa einem Jahr wurden diverse Toyota- und Lexus-Baureihen mit einer falschen Prüfsoftware kontrolliert. Hierzulande müssen daher 1.800 Fahrzeughalter noch einmal in die Werkstatt.
Bei bis zu 15 Jahre alten Modellen der Koreaner drohen Kurzschlüsse im ABS-Modul und im Kupplungsaktuator. Bislang ist in Deutschland für über 165.000 Einheiten eine Reparatur angekündigt.
Bei weltweit etwa 60.000 Einheiten mit R4-Benziner und 48V-System könnte die Kraftstoffeinspritzung unterbrochen werden. Es droht ein unangekündigter Vortriebsverlust.
Im September hat das Kraftfahrt-Bundesamt diverse VW-Rückrufe bekanntgegeben, die Folge eines EuGH-Urteils von 2022 sind. Seitdem sind zahlreiche weitere Ankündigungen zu anderen Konzernmarken erfolgt – ein Überblick.
Das Rückhaltesystem auf der Fahrerseite muss bei weltweit 7.600 Pick-ups möglicherweise getauscht werden. Fällt der Gurt bei einer Kontrolle durch, sollte das Fahrzeug nicht mehr bewegt werden.
Die beiden baugleichen Hybridmodelle Corolla und Swace von Suzuki benötigen eine Aktualisierung des Bremssteuergerätes. Über 24.000 Einheiten sind insgesamt betroffen.
Bei Verwendung des ferngesteuerten Kia-Parkassistenten droht ein längerer Anhalteweg. Über 2.500 Elektro-SUVs müssen deshalb in Deutschland in die Vertragsbetriebe.
Bei rund 18.000 japanischen SUVs hierzulande können mehrere Fehler in verschiedenen Kombinationen auftreten. Dies kann zu Vortriebsverlust, nicht ausreichender Kühlung der HV-Batterie und zum Ausfall des Entfrosters sowie des 360-Grad-Monitors führen.
Rund 22.000 Fahrzeuge benötigen aufgrund eines möglichen Bruchs ein neues Doppelkreuzgelenk in der Lenkspindel. Die Reparatur kann bis zu fünfeinhalb Stunden dauern.
Mehrere Hunderttausend Einheiten des Vitara und S-Cross benötigen einen neuen Aktivkohlebehälter. Der steht allerdings erst im kommenden Jahr zur Verfügung.
Bei S-Klasse-Modellen mit V8-Benziner muss eine fehlerhafte Lambda-Regelung im Motorsteuergerät korrigiert werden. Auf dem Heimatmarkt benötigen über 2.100 Einheiten ein Update.
Die Modeljahre 2011 bis 2018 des ASX müssen in die Vertragswerkstatt, weil das Endrohr während der Fahrt abfallen kann. Unterschiedliche Angaben gibt es zur Zahl der betroffenen Fahrzeuge.
Das Kraftfahrt-Bundesamt warnt zum wiederholten Mal vor einer erhöhten Brandgefahr beim Taycan und E-Tron GT. Zu vermelden gibt es außerdem einen möglichen Radverlust bei besonders PS-starken Boliden aus Zuffenhausen.
Die Gepäckbefestigungsschienen im Kofferraum müssen mit längeren Schrauben als bisher vorgesehen fixiert werden. Über 47.500 SUV benötigen daher eine weitere Reparatur.
Bei geteilt umgeklappter Rückenlehne könnten Passagiere im Fond des Highlander bei einem Unfall mit dem Rahmen der Rückenlehne in Berührung kommen. Über 68.000 SUVs benötigen daher einen zusätzlichen Schutz.
Der Stellantis-Konzern holt in Deutschland 11.000 Mild- und Plug-In-Hybride in die Vertragsbetriebe und weist die Kunden bis zur Reparatur auf Möglichkeiten hin, das Auto anderweitig zum Stehen zu bringen.
Die Vertragspartner des koreanischen Herstellers müssen sich um den H-1, den Picanto und um einige wenige Stonic kümmern. Die Abhilfemaßnahmen dauern in allen drei Fällen jeweils eine Stunde.
Rund 6.700 Corsa und Mokka benötigen ein neues Lenkgetriebe. Gleich lautende Fehlermeldungen für Konzerngeschwister betreffen hierzulande nur einige wenige Autos.
Bei in Summe rund 7.600 in diesem Jahr gebauten Caddys muss die korrekte Montage einer Bremsleitung überprüft werden. Ansonsten droht aufgrund einer Undichtigkeit eine reduzierte Bremswirkung.
Die Baureihen 1er bis 4er müssen laut Kraftfahrt-Bundesamt überprüft werden. Ob die Behörde die Maßnahme der Münchner überwacht, ist noch nicht entschieden. Laut BMW handelt es sich um eine schon länger laufende Serviceaktion.
Auf Stellantis-Partner kommt viel Arbeit zu. Weil gesetzliche Anforderungen hinsichtlich HU-Durchführung und OBD-Daten nicht erfüllt werden, stehen mehrere Rückrufe an. Opel ist in allen Fällen beteiligt, teilweise gemeinsam mit Citroën, Fiat, Peugeot und Toyota.
Die Fehlermeldung klingt vertraut: Diversen Baureihen mit Ecoboost-Benzinmotor und Schaltgetriebe droht ein Bruch der Kupplungsdruckplatte und schlimmstenfalls ein Brand. Anders als 2018 geht es diesmal um jüngere Baujahre.
DACH-Vertriebschef Hans Jörg Klein bittet Kuga-Halter und solche, die es gerne wären, um Geduld. Eine Lösung für das Problem mit dem Hochvoltspeicher werde wohl „eher Monate als Wochen“ dauern. Zum Trost verspricht er Service- und Tankgutscheine.
Seit einigen Wochen holt der Hersteller wieder 145.000 Fahrzeuge in Deutschland zur Kontrolle des AGR-Kühlers in die Vertragswerkstätten. Das Problem begleitet die Münchner seit 2018.
Auf die Ford-Vertragsbetriebe kommt zu Jahresbeginn eine Menge Arbeit zu. In 56.000 Fahrzeugen müssen sie einen Sensor für den Kühlmittelstand nachrüsten, was bis zu 4,6 Stunden dauern kann.
Der Daimler-Konzern bittet demnächst über 1,5 Millionen Halter von Fahrzeugen der Mercedes C- und E-Klasse sowie des CLK und des CLS in die Werkstatt. Nur eine Minderheit benötigt laut dem Hersteller aber tatsächlich eine Reparatur.
Nahezu die komplette Modellpalette der Schweden muss wegen Problemen mit dem Ansaugkrümmer in die Vertragsbetriebe. Die Aktion findet in mehreren Etappen statt. Weltweit geht es um über 500.000 Fahrzeuge.
Um ein mögliches Problem mit dem Bremskraftverstärker zu beseitigen, müssen zahlreiche PSA-Baureihen mit dem Dreizylinder-Turbobenziner in deutschen Vertragswerkstätten erscheinen. Der Hersteller nennt dazu jedoch eine viel niedrigere Zahl als das das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA).
Ein Rückruf für gut 3.900 Transporter in Deutschland verursacht einen bis zu fünf Stunden dauernden Werkstattaufenthalt der betroffenen Ducato-Modelle. Zu den PSA-Geschwistern gibt es noch keine Behördenmeldung.
BMW weitet einen Rückruf wegen Brandgefahr aus. Zu den 1,6 Millionen Fahrzeugen aus dem vergangenen Jahr kommen weitere 232.000 Modelle dazu. Betroffen ist nahezu das gesamte Selbstzünder-Portfolio der Münchener aus den Jahren 2010 bis 2017.
In Deutschland müssen knapp 5.000 Halter ihre C- und E-Klasse-Fahrzeuge sowie GLC und CLS für sieben Stunden in der Vertragswerkstatt abgeben. Ansonsten droht ein Motorschaden.
Auf die Toyota-Werkstätten wartet viel Arbeit. Der Toyota Proace ab dem Jahrgang 2016 kann eine Fülle von technischen Problemen haben – von einer kaputten Kraftstoffleitung bis hin zum Gurtversagen. Welche Probleme tatsächlich vorliegen, muss sich im Einzelfall zeigen.
Für diverse Modellreihen von Audi, Cupra, Seat, Skoda und VW steht ein Rückruf wegen erhöhter Brandgefahr an. In Deutschland müssen mindestens 40.000 Einheiten zwei Mal in die Vertragswerkstätten.
Nach dem Audi A3 werden nun auch die Modelle VW Caddy, Eos, Golf, Golf Plus, Jetta und Scirocco sowie Skoda Octavia und Superb für ein Softwareupdate in die Vertragswerkstätten gerufen. Seat ist dieser Rückruf nicht bekannt.
Vor der Terminvereinbarung mit der Vertragswerkstatt sollen Fahrzeughalter die Festigkeit der Fixierung des Bauteils selbst überprüfen. Wie schon vor sechs Monaten droht bei tausenden VW Tiguan ein Ablösen des Dachspoilers während der Fahrt.
Die Mitsubishi-Modelle Space Star, Lancer, Outlander und ASX benötigen ein Softwareupdate, weil das Fahrzeug an der Ampel stehen bleiben könnte. Allein in Deutschland sind 97.000 Einheiten betroffen.
Wie schon vor sieben Jahren muss eine größere Anzahl an BMW-Modellen der Baureihen 5er und 6er wegen eines Problems mit der Batterieplusleitung in die Werkstatt. Die Aktion ist vorerst auf einige europäische Länder begrenzt.
Großer Rückruf beim Münchner Hersteller: Problemzone ist ein Gebläseregler. Betroffen sind alleine in Deutschland rund 430.000 3er-Einheiten aus den Baujahren 2004 bis 2012.
Wegen möglicher Verunreinigungen der Batteriezellen besteht bei mehreren Modellreihen des Münchner Autobauers ein erhöhtes Brandrisiko. Ein Drittel der weltweit betroffenen 26.700 Einheiten befindet sich in Kundenhand, für den Rest gilt ein Auslieferungsstopp.
Mindestens drei Volkswagen-Konzernmarken haben wieder einmal Probleme mit einem Motor. Zahlreiche Baureihen mit dem EA211-Aggregat müssen für ein Softwareupdate in die Werkstatt. In Deutschland geht es um 12.500 Fahrzeuge.
Die Modelle Cherokee, Renegade und Wrangler müssen in die Vertragswerkstatt. Probleme gibt es mit der Neunstufen-Automatik, der Anhängerkupplung und dem Airbag beziehungsweise dem Gurtstraffer.
Eine größere Aktion wegen gleich mehrerer Probleme im Bereich Bremse und Dieselmotor sowie eine kleinere wegen möglichem Kraftstoffverlust stehen aktuell in den Vertragsbetrieben an.
Ein bereits bekanntes Abnutzungsproblem im 1,2-Liter-Konzernbenziner löst nun mehrere Aktionen bei Opel, Peugeot und Citroën aus. Weltweit müssen in Summe über 680.000 Einheiten zu einem Softwareupdate oder für Reparaturarbeiten in die Vertragsbetriebe.
Insgesamt 9.400 Fahrzeuge mit Vierzylinder-Ottomotor benötigen einen Check der Ölversorgung des Turboladers. Insgesamt laufen zwei Rückrufe, die sich auf zahlreiche und ganz verschiedene Modelle beziehen.
Bei rund 3.900 Einheiten des Ford Focus mit Zweiliter-Selbstzünder und Automatikgetriebe muss in deutschen Vertragsbetrieben der Motorkabelstrang überprüft werden.
Bei knapp 28.000 Exemplaren des Ford Kuga Plug-in-Hybrid kann im Extremfall selbst nach Verlassen des Fahrzeugs ein Brand auftreten, wenn der Hochvolt-Stecker des Batterielademoduls beschädigt ist.
Citroën, DS und Opel rufen auch in Deutschland Fahrzeuge wegen der gefährlichen japanischen Airbags zurück. In welchem Umfang, wollen sie nicht sagen. Klarer ist die Dimension eines Rückrufs für die Kleintransporter-Familie des Konzerns, der ebenfalls dem Insassenschutz dient.
Über 76.000 Fahrzeuge der Baureihen A6 bis A8 müssen bei Audi weltweit in die Vertragswerkstatt, weil das 4.0-TFSI-Aggregat absterben könnte. In Deutschland ist eine fünfstellige Zahl von Fahrzeugen von der Aktion betroffen.
Weil das Markenemblem auf Chrysler- und Dodge-Lenkrädern beim Auslösen des Airbags zum Geschoss werden kann, ruft der Hersteller weltweit über 1,2 Millionen Fahrzeuge zurück. Davon sind 6.000 in Deutschland registriert.
Weltweit über 270.000 Exemplare der Baureihe 205 benötigen wegen erhöhter Brandgefahr ein Software-Update des Motorsteuergeräts. Allerdings gibt es noch Unklarheiten.
Fast 2.200 Exemplare des neuen Crossovers der Seat-Tochtermarke benötigen weltweit eine nachträgliche Konfiguration verschiedener Assistenten. Es ist der erste Rückruf für das Modell.
Auch die spanische VW-Tochter muss bei Altea, Toledo und Leon das Steuergerät für die Sicherheitsassistenten ABS und ESP überprüfen. Zuvor hatten schon Audi, Skoda und VW Fahrzeuge wegen ähnlicher Probleme überprüft.
Knapp 5.800 Elektro-SUVs müssen zur Kontrolle und für ein Softwareupdate in die Vertragswerkstatt. Ein kleiner Teil benötigt auch eine Reparatur des Hochvoltbatteriesystems.
Ein Großteil der Fahrzeuge entfällt auf die Aktion „27H2“ wegen möglicher Brandgefahr von Modellen mit Mild-Hybridsystem und Zweiliter-TFSI-Ottomotor. Weitere Rückrufe gibt es für Audi A6, A8, Q7 und den TT.
Vom Peugeot 208, 2008, 3008 und 508 sowie vom DS3 Crossback und DS7 müssen in Summe über 1.100 Fahrzeuge wegen erhöhter Unfallgefahr in deutsche Vertragswerkstätten.
Die Rüsselsheimer rufen in Deutschland 4.300 Vivaros zurück in die Werkstatt, die Franzosen 3.800 Espace- und Trafic-Modelle. Es geht um einen möglichen Riss in der Abgasrückführungsleitung.
In der A-Klasse könnten zu lange Stoßdämpfer die Bremsschläuche übermäßig beanspruchen. Bei CLS, C- und E-Klasse droht eine Sicherungsmutter das Lenkgetriebe zu blockieren.
Über 42.000 Modelle mit Zweiliter-Dieselmotor droht wegen eines überhitzten Motors ein Ölverlust. Die Vertragspartner müssen das Motorsteuergerät neu kalibrieren. In einer weiteren Aktion muss bei 2.900 Focus RS die Zylinderkopfdichtung oder sogar der gesamte Zylinderkopf getauscht werden.
Knapp 21.000 Einheiten des 3ers, Z4, sowie der M-Versionen des X3 und X4 droht weltweit ein Lenkradschiefstand und Schiefziehen des Fahrzeugs. Davon sind rund 1.300 in Deutschland unterwegs.
Wie schon 2019 rufen die beiden Marken die Baureihen A4 bis A7, sowie den Tiguan mit schwenkbarer Kupplung zurück. Die Fahrzeugverbindung könnte sich lösen.
Für knapp 1,3 Millionen Diesel der Baureihen Amarok, Crafter, Polo, T5 und Touareg kündigt das KBA Softwareupdates wegen einer unzulässigen AGR-Reduktion an.