Wegen einem weiteren Türverriegelungsproblem müssen voraussichtlich ab Juni weltweit über 58.000 Kleintransporter und -busse in die Vertragswerkstatt. Ein Tausch der Bedienungsanleitung ist dagegen nur bei knapp 2.100 Exemplaren in Europa notwendig.
Falsch verlegte Entlüftungsschläuche oder Schwefeldämpfe an der falschen Stelle – die Ursachen für verschiedene Mercedes-Rückrufe sind klein, die Effekte aber können erheblich sein. Ärgerlich ist ein X-Klasse-Rückruf, der viele Käufer schon zum zweiten Mal erwischt.
Die so genannten „NADI“-Fahrerairbags sorgen nun auch bei den japanischen Fabrikaten Mazda und Honda für Aktionen in Deutschland, wenn auch in deutlich unterschiedlicher Größe.
In Summe umfassen zwei Maßnahmen des Herstellers weltweit fast 400.000 Fahrzeuge. Einige Transporter dürften aber von beiden Aktionen betroffen sein, da die Bauzeiträume fast identisch sind.
In den Baureihen 217 und 222 könnten zwei Verschlussstopfen im Vierliter-Achtzylinder nicht den maximalen Belastungen im Fahrbetrieb standhalten. Deshalb ruft Daimler weltweit 23.430 Exemplare der S-Klasse zurück.
Fast eine halbe Million Einheiten des Toyota Prius haben Probleme mit der Erkennung des Anschnallstatus auf der Fahrerseite. Zuvor hatte BMW deswegen schon eine Maßnahme eingeleitet.
Der Kleinwagen benötigt(e) an drei Stellen Nacharbeiten: an der Lenksäule, den Radlaufblenden und Stoßdämpfern. Eine Aktion ist auch für den Opel Corsa F relevant.
Lang ist die Modellliste aus Wolfsburg für sechs neue technische Aktionen. Der größte Rückruf betrifft den VW Tiguan. Eine Maßnahme ist auch für den Audi Q7 relevant.
Ein Großteil der Fahrzeuge entfällt auf die Aktion „27H2“ wegen möglicher Brandgefahr von Modellen mit Mild-Hybridsystem und Zweiliter-TFSI-Ottomotor. Weitere Rückrufe gibt es für Audi A6, A8, Q7 und den TT.
Weltweit haben die Subaru-Modelle Legacy, Outback, Impreza und XV derzeit mit unterschiedlichen Problemen zu kämpfen. Betroffen sind Bremsschlauch, elektronische Feststellbremse, Motorsteuergerät und Kraftstoffpumpe.
In Deutschland müssen 15.416 Exemplare der ersten i30-Generation in die Vertragswerkstatt, um künftig einen Brand im Motorraum auszuschließen. Die Aktion soll diese Woche starten.
Diverse Modellreihen der Baujahre 2019 und 2020 haben Defizite beim Insassenschutz. Es geht um zwei Probleme am Lenkrad und an den vorderen Gurtschlössern.
25.500 Kleinwagen sind weltweit betroffen, jeder sechste muss in eine deutsche Vertragswerkstatt. Bei einer 60 bis 150 Minuten dauernden Reparatur wird der Bremskraftverstärker wieder fit gemacht.
Bei weltweit fast 160.000 Peugeot Expert und Traveller musste beziehungsweise muss die Kraftstoffleitung am Unterboden geprüft werden. Bei über 3.000 Einheiten der großen SUV-Baureihen kann es Probleme mit der Anhängerkupplung geben.
Zipperlein mit dem Motor und der Elektrik bleiben auf das Kompaktmodell beschränkt. Ein Bremsproblem betrifft auch die Modelle Ecosport und Transit Connect.
Für etwa eine Stunde müssen 47.000 Exemplare des Mercedes Vito in die Werkstätten. Hinter der Maßnahme stecken gleich drei Rückrufe, der weit überwiegende Teil ist aber durch ein Software-Update veranlasst. Mit NOx-Emissionen soll er aber nicht im Zusammenhang steht.
Weltweit müssen 290.000 Exemplare des SUVs für bis zu zwei Stunden in die Vertragswerkstatt, davon über 13.200 in Deutschland. Betroffen sind nur Modelle mit Benzinmotor.
Für die Modelle Clio, Captur, Zoe, Kangoo, Trafic und Master stehen unterschiedliche Maßnahmen an Lenkung, Fahrwerk, Bremsen und Airbags an. Die Aktionsgröße ist in allen Fällen überschaubar.
Schadhafte Leitungen können bei Dieselmodellen zum Austritt von Sprit und Motoröl führen. In beiden Fällen besteht laut Kraftfahrt-Bundesamt Brandgefahr.
Die ursprünglich Anfang 2016 gestartete Tauschaktion für den Fahrerairbag in 3er- und 5er-Modellen von BMW ist in Deutschland um weitere 86.500 Exemplare ausgedehnt worden. Betroffen sind ältere Fahrzeuge, die zu einem späteren Zeitpunkt ein Sportlenkrad erhalten haben.
Der Grand Vitara der Baujahre 1998 und 1999 ist ebenfalls mit dem „NADI“-Fahrerairbag von Takata ausgerüstet. In Deutschland sind laut Importeur noch über 4.750 Einheiten unterwegs.
Bei den Transportern mit Dieselmotor kann der Partikelfilter überhitzen. Von den weltweit über 106.000 betroffenen Modellen des italienischen Herstellers sind eine nicht unerhebliche Zahl in Deutschland gemeldet.
Zwei Aktionen betreffen weltweit insgesamt über 53.000 Daimler-Transporter der Baujahre 2018 und 2019, davon knapp eine nicht unerhebliche Zahl in Deutschland.
Zweimal holen die Japaner Fahrzeuge wegen Brandgefahr, einmal wegen eines möglichen Gurtversagens in die Vertragswerkstätten. Die Stückzahlen sind in allen drei Fällen überschaubar.
Durch ein Problem mit der Frontkamera beim Sorento könnte der Fußgängerschutz leiden. Das Softwareupdate ist hierzulande für fast 3.500 SUVs des Baujahrs 2019 vorgesehen.
Daimler ruft derzeit weltweit fast 300.000 E-Klasse- und CLS-Modelle zurück, um deren Stromschiene zu modifizieren. Von der Aktion sind über 100.000 Diesel-Fahrzeugen in Deutschland betroffen.
Gleich zwei Probleme mit dem Einstiegs-Ottomotor lösen bei Mazda einen neuen Rückruf aus. In Europa ist er für rund 25.500 Einheiten vorgesehen – davon sind 6.700 Fahrzeuge in Deutschland betroffen.
Während die Aktion für den Beifahrer-Sicherheitsgurt bei drei PSA-Transportermodellen weltweit eine sechsstellige Stückzahl betrifft, müssen in Deutschland rund 4.800 Halter in die Werkstatt. Der Tausch einer fehlerhaften Lenksäule ist bei noch weit weniger Fahrzeugen nötig.
Die Baureihen 1er bis 4er müssen laut Kraftfahrt-Bundesamt überprüft werden. Ob die Behörde die Maßnahme der Münchner überwacht, ist noch nicht entschieden. Laut BMW handelt es sich um eine schon länger laufende Serviceaktion.
Auf Stellantis-Partner kommt viel Arbeit zu. Weil gesetzliche Anforderungen hinsichtlich HU-Durchführung und OBD-Daten nicht erfüllt werden, stehen mehrere Rückrufe an. Opel ist in allen Fällen beteiligt, teilweise gemeinsam mit Citroën, Fiat, Peugeot und Toyota.
Die Fehlermeldung klingt vertraut: Diversen Baureihen mit Ecoboost-Benzinmotor und Schaltgetriebe droht ein Bruch der Kupplungsdruckplatte und schlimmstenfalls ein Brand. Anders als 2018 geht es diesmal um jüngere Baujahre.
DACH-Vertriebschef Hans Jörg Klein bittet Kuga-Halter und solche, die es gerne wären, um Geduld. Eine Lösung für das Problem mit dem Hochvoltspeicher werde wohl „eher Monate als Wochen“ dauern. Zum Trost verspricht er Service- und Tankgutscheine.
Seit einigen Wochen holt der Hersteller wieder 145.000 Fahrzeuge in Deutschland zur Kontrolle des AGR-Kühlers in die Vertragswerkstätten. Das Problem begleitet die Münchner seit 2018.
Auf die Ford-Vertragsbetriebe kommt zu Jahresbeginn eine Menge Arbeit zu. In 56.000 Fahrzeugen müssen sie einen Sensor für den Kühlmittelstand nachrüsten, was bis zu 4,6 Stunden dauern kann.
Der Daimler-Konzern bittet demnächst über 1,5 Millionen Halter von Fahrzeugen der Mercedes C- und E-Klasse sowie des CLK und des CLS in die Werkstatt. Nur eine Minderheit benötigt laut dem Hersteller aber tatsächlich eine Reparatur.
Nahezu die komplette Modellpalette der Schweden muss wegen Problemen mit dem Ansaugkrümmer in die Vertragsbetriebe. Die Aktion findet in mehreren Etappen statt. Weltweit geht es um über 500.000 Fahrzeuge.
Um ein mögliches Problem mit dem Bremskraftverstärker zu beseitigen, müssen zahlreiche PSA-Baureihen mit dem Dreizylinder-Turbobenziner in deutschen Vertragswerkstätten erscheinen. Der Hersteller nennt dazu jedoch eine viel niedrigere Zahl als das das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA).
Ein Rückruf für gut 3.900 Transporter in Deutschland verursacht einen bis zu fünf Stunden dauernden Werkstattaufenthalt der betroffenen Ducato-Modelle. Zu den PSA-Geschwistern gibt es noch keine Behördenmeldung.
BMW weitet einen Rückruf wegen Brandgefahr aus. Zu den 1,6 Millionen Fahrzeugen aus dem vergangenen Jahr kommen weitere 232.000 Modelle dazu. Betroffen ist nahezu das gesamte Selbstzünder-Portfolio der Münchener aus den Jahren 2010 bis 2017.
In Deutschland müssen knapp 5.000 Halter ihre C- und E-Klasse-Fahrzeuge sowie GLC und CLS für sieben Stunden in der Vertragswerkstatt abgeben. Ansonsten droht ein Motorschaden.
Auf die Toyota-Werkstätten wartet viel Arbeit. Der Toyota Proace ab dem Jahrgang 2016 kann eine Fülle von technischen Problemen haben – von einer kaputten Kraftstoffleitung bis hin zum Gurtversagen. Welche Probleme tatsächlich vorliegen, muss sich im Einzelfall zeigen.
Für diverse Modellreihen von Audi, Cupra, Seat, Skoda und VW steht ein Rückruf wegen erhöhter Brandgefahr an. In Deutschland müssen mindestens 40.000 Einheiten zwei Mal in die Vertragswerkstätten.
Nach dem Audi A3 werden nun auch die Modelle VW Caddy, Eos, Golf, Golf Plus, Jetta und Scirocco sowie Skoda Octavia und Superb für ein Softwareupdate in die Vertragswerkstätten gerufen. Seat ist dieser Rückruf nicht bekannt.
Vor der Terminvereinbarung mit der Vertragswerkstatt sollen Fahrzeughalter die Festigkeit der Fixierung des Bauteils selbst überprüfen. Wie schon vor sechs Monaten droht bei tausenden VW Tiguan ein Ablösen des Dachspoilers während der Fahrt.
Die Mitsubishi-Modelle Space Star, Lancer, Outlander und ASX benötigen ein Softwareupdate, weil das Fahrzeug an der Ampel stehen bleiben könnte. Allein in Deutschland sind 97.000 Einheiten betroffen.
Wie schon vor sieben Jahren muss eine größere Anzahl an BMW-Modellen der Baureihen 5er und 6er wegen eines Problems mit der Batterieplusleitung in die Werkstatt. Die Aktion ist vorerst auf einige europäische Länder begrenzt.
Großer Rückruf beim Münchner Hersteller: Problemzone ist ein Gebläseregler. Betroffen sind alleine in Deutschland rund 430.000 3er-Einheiten aus den Baujahren 2004 bis 2012.
Wegen möglicher Verunreinigungen der Batteriezellen besteht bei mehreren Modellreihen des Münchner Autobauers ein erhöhtes Brandrisiko. Ein Drittel der weltweit betroffenen 26.700 Einheiten befindet sich in Kundenhand, für den Rest gilt ein Auslieferungsstopp.
Mindestens drei Volkswagen-Konzernmarken haben wieder einmal Probleme mit einem Motor. Zahlreiche Baureihen mit dem EA211-Aggregat müssen für ein Softwareupdate in die Werkstatt. In Deutschland geht es um 12.500 Fahrzeuge.
Die Modelle Cherokee, Renegade und Wrangler müssen in die Vertragswerkstatt. Probleme gibt es mit der Neunstufen-Automatik, der Anhängerkupplung und dem Airbag beziehungsweise dem Gurtstraffer.
Eine größere Aktion wegen gleich mehrerer Probleme im Bereich Bremse und Dieselmotor sowie eine kleinere wegen möglichem Kraftstoffverlust stehen aktuell in den Vertragsbetrieben an.
Ein bereits bekanntes Abnutzungsproblem im 1,2-Liter-Konzernbenziner löst nun mehrere Aktionen bei Opel, Peugeot und Citroën aus. Weltweit müssen in Summe über 680.000 Einheiten zu einem Softwareupdate oder für Reparaturarbeiten in die Vertragsbetriebe.
Insgesamt 9.400 Fahrzeuge mit Vierzylinder-Ottomotor benötigen einen Check der Ölversorgung des Turboladers. Insgesamt laufen zwei Rückrufe, die sich auf zahlreiche und ganz verschiedene Modelle beziehen.
Bei rund 3.900 Einheiten des Ford Focus mit Zweiliter-Selbstzünder und Automatikgetriebe muss in deutschen Vertragsbetrieben der Motorkabelstrang überprüft werden.
Bei knapp 28.000 Exemplaren des Ford Kuga Plug-in-Hybrid kann im Extremfall selbst nach Verlassen des Fahrzeugs ein Brand auftreten, wenn der Hochvolt-Stecker des Batterielademoduls beschädigt ist.
Citroën, DS und Opel rufen auch in Deutschland Fahrzeuge wegen der gefährlichen japanischen Airbags zurück. In welchem Umfang, wollen sie nicht sagen. Klarer ist die Dimension eines Rückrufs für die Kleintransporter-Familie des Konzerns, der ebenfalls dem Insassenschutz dient.
Über 76.000 Fahrzeuge der Baureihen A6 bis A8 müssen bei Audi weltweit in die Vertragswerkstatt, weil das 4.0-TFSI-Aggregat absterben könnte. In Deutschland ist eine fünfstellige Zahl von Fahrzeugen von der Aktion betroffen.
Weil das Markenemblem auf Chrysler- und Dodge-Lenkrädern beim Auslösen des Airbags zum Geschoss werden kann, ruft der Hersteller weltweit über 1,2 Millionen Fahrzeuge zurück. Davon sind 6.000 in Deutschland registriert.
Weltweit über 270.000 Exemplare der Baureihe 205 benötigen wegen erhöhter Brandgefahr ein Software-Update des Motorsteuergeräts. Allerdings gibt es noch Unklarheiten.
Fast 2.200 Exemplare des neuen Crossovers der Seat-Tochtermarke benötigen weltweit eine nachträgliche Konfiguration verschiedener Assistenten. Es ist der erste Rückruf für das Modell.
Auch die spanische VW-Tochter muss bei Altea, Toledo und Leon das Steuergerät für die Sicherheitsassistenten ABS und ESP überprüfen. Zuvor hatten schon Audi, Skoda und VW Fahrzeuge wegen ähnlicher Probleme überprüft.
Knapp 5.800 Elektro-SUVs müssen zur Kontrolle und für ein Softwareupdate in die Vertragswerkstatt. Ein kleiner Teil benötigt auch eine Reparatur des Hochvoltbatteriesystems.
Ein Großteil der Fahrzeuge entfällt auf die Aktion „27H2“ wegen möglicher Brandgefahr von Modellen mit Mild-Hybridsystem und Zweiliter-TFSI-Ottomotor. Weitere Rückrufe gibt es für Audi A6, A8, Q7 und den TT.
Vom Peugeot 208, 2008, 3008 und 508 sowie vom DS3 Crossback und DS7 müssen in Summe über 1.100 Fahrzeuge wegen erhöhter Unfallgefahr in deutsche Vertragswerkstätten.
Die Rüsselsheimer rufen in Deutschland 4.300 Vivaros zurück in die Werkstatt, die Franzosen 3.800 Espace- und Trafic-Modelle. Es geht um einen möglichen Riss in der Abgasrückführungsleitung.
In der A-Klasse könnten zu lange Stoßdämpfer die Bremsschläuche übermäßig beanspruchen. Bei CLS, C- und E-Klasse droht eine Sicherungsmutter das Lenkgetriebe zu blockieren.
Über 42.000 Modelle mit Zweiliter-Dieselmotor droht wegen eines überhitzten Motors ein Ölverlust. Die Vertragspartner müssen das Motorsteuergerät neu kalibrieren. In einer weiteren Aktion muss bei 2.900 Focus RS die Zylinderkopfdichtung oder sogar der gesamte Zylinderkopf getauscht werden.
Knapp 21.000 Einheiten des 3ers, Z4, sowie der M-Versionen des X3 und X4 droht weltweit ein Lenkradschiefstand und Schiefziehen des Fahrzeugs. Davon sind rund 1.300 in Deutschland unterwegs.
Wie schon 2019 rufen die beiden Marken die Baureihen A4 bis A7, sowie den Tiguan mit schwenkbarer Kupplung zurück. Die Fahrzeugverbindung könnte sich lösen.
Für knapp 1,3 Millionen Diesel der Baureihen Amarok, Crafter, Polo, T5 und Touareg kündigt das KBA Softwareupdates wegen einer unzulässigen AGR-Reduktion an.